Die Kinder standen heute recht langsam auf. Die Tochter schlief tatsächlich bis um zwanzig vor acht. Ein echter Rekord für sie so unter der Woche. Der Sohn ließ sich wie immer länger Zeit, aber wir schafften es alle ohne Drama aus dem Haus.

Die Mutter und ich hatten Zeit für unsere To-Do-Listen. Außerdem wurde heute das Ostergeschenk des Sohnes geliefert. Ich glaube, er wird sich freuen. Es sieht super aus. Ich verdaute noch die neuesten Nachricht und dachte mir schon, was jetzt heute Abend Gewissheit wurde: Das Tübinger Modellprojekt wird über Ostern ausgesetzt. Ich werde also noch länger auf meine erste Theatersport-Vorstellung warten müssen. Es wäre aber auch etwas komisch gewesen zu spielen, während überall sonst alle zu Hause bleiben sollen. So muss ich mir zu Hause wohl noch weitere kreative Projekte ausdenken.

Später hatte ich noch Gesangsunterricht. Und zumindest das lief sehr gut. Mein Lehrer war geradezu begeistert. Vielleicht singe ich wenigstens besser, wenn es irgendwann mal wieder auf die Bühne geht.

Nach dem Unterricht ging ich langsam Richtung Küche und bereitete das Abendessen vor: Eine wilde Mischung aus Linsenburgern, Falafel und Tomatenreis. Dann tauchte auch schon die Mutter mit zwei müden und heulenden Kindern auf. Der Sohn verschnupft, die Tochter von ihren Zähnen gezeichnet oder einfach so schlecht drauf. Eine Milch beruhigte die Gemüter zwischenzeitlich.

Die Tochter lehnte mit der Flasche in der Hand an ihrem Lauflernwagen wie an einer Bar. Es kam fast schon Kneipenfeeling auf.

Nach dem Essen ließ der Sohn mich wieder Buchstaben malen. Die Tochter ging schnellstens ins Bett. Nach Geschichten über Elefanten, Krokodile und ein Cabrio schlief auch der Sohn schnell ein.

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