Das war ein entspannter Dienstag. Die Nach war bei beiden Kindern nicht so der Hit, dafür klappte es einigermaßen mit dem Aufstehen. Ich durfte die Tochter in die Kita bringen, die sich zum ersten Mal seit langer Zeit ohne Tränen verabschiedete. So langsam hat sie sich wieder dran gewöhnt.

Die Mutter und ich hatten Zeit für diverse Punkte auf unseren To-Do-Listen. Ich rechnete mein Elterngeld ab, die Mutter machte sich im Netz auf die Suche nach einem Roller. 

Mein Gesangsunterricht fiel leider aus. Dafür machte ich selber ein bisschen Musik und übte mal wieder die Improvisation. Ich dachte mir: Es könnte ja sein, dass man bald wieder auf die Bühne darf.

Die Mutter holte die Kinder ab und war noch länger mit ihnen auf dem Spielplatz. Als die drei heim kamen, machte sie dafür noch etwas Yoga. Ich spielte mit den Kindern. Der Sohn hatte sein Bett zum Bus umfunktioniert. Er legte über eine Ecke eine Decke und sagte: „Das ist die Fahrerkabine!“ Dann fragte er mich: „Kannst du noch Fahrgäste suchen?“ Ich machte mich auf die Suche. Wenn das mit Corona so weiter geht, müssen die Busfahrer vielleicht wirklich bald nach Fahrgästen suchen. Ich wurde fündig und so saßen bald der Frosch, der Hund, der Bär, der andere Hund, das Tier ohne Namen und noch ein paar andere im Bus und los gings. Die Tochter winkte dem Sohn immer, wenn er losfuhr und nahm die aussteigenden Fahrgäste in Empfang.

Es gab noch Würstchen, Mangold und Reis zum Abendessen und dann ging es für alle schnell ins Bett. Nach ein paar Geschichten über Elefanten und ein Cabrio schlief auch der Sohn ein.

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