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Zu Hause – Tag 358

Um kurz vor sechs weckte mich der Sohn, weil er eine Milch wollte. Als er die dann hatte, sagte er: „Und jetzt noch eine Geschichte!“ Ich erklärte ihm, dass es morgens sei und nicht Abends und ich nur Abends Geschichten erzähle. Das akzeptierte er einigermaßen und ich konnte noch eine halbe Stunde schlafen. Später war er natürlich nicht wach zu kriegen.

Die Mutter brachte die Tochter in die Kita, ich den Sohn in den Kindergarten. Danach hatte ich Zeit für meinen Schreibtisch und den Haushalt. Ich schaute mir den dritten Teil der Tai-Chi-Langform an, spielte Gitarre, übte mal wieder reimen, schrieb ein bisschen. So langsam muss ich mal wieder ein bisschen für die Bühne trainieren, auch wenn ich nicht weiß, wann ich sie wieder betreten werde. Aber so ganz verlernen will ich meinen Beruf auch nicht.

Nachmittags holet ich die Kinder ab. Die Tochter war mit der Kita-Belegschaft im Garten. Der Sohn war, zumindest laut eigener Aussage nicht draußen gewesen, weil zu schlechtes Wetter war. Da waren sie in der Kita der Tochter wohl heute härter drauf.

Wir gingen direkt zum Spielplatz neben dem Kindergarten und trafen prompt die Freundin des Sohnes, mit der er sich schon am Sonntag getroffen hatte. Seine Laune war super. Nur die der Tochter nicht. Es besserte sich etwas, als sie rutschen durfte.

Vom Hunger geplagt traten wir den Heimweg an und machten noch unser trautes Heim unsicher. Die Tochter fiel mal wieder über den Sohn her. Ich setzte sie in ihren Hochstuhl und ließ sie alleine etwas malen, während ich dem Sohn noch vorlas.

Kurz bevor die Mutter kam, saßen wir in einem ruhigen Moment vor dem Fenster im Kinderzimmer. Der Sohn schaute raus, zeigte nach rechts und fragte: „Welches Land ist eigentlich da?“ Das konnte ich leider nicht beantworten, aber die Frage fand ich super.

Nach dem schnellen Essen brachte die Mutter heute beide Kinder ins Bett, weil ich noch verabredet war, um eine Podcast-Folge aufzunehmen. Aus der Aufnahme wurde leider nichts, weil der Interviewgast es verpennt hatte, aber wir unterhielten uns trotzdem gut.

Der Sohn schlief schnell ein. Der Besuch auf dem Spielplatz zeigte Wirkung. Die Mutter sang einmal „Der Mond ist aufgegangen“ und dann war er weg.

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