Heute wieder eine ähnliche Aufteilung wie gestern: Ich durfte die Tochter in die Kita bringen, während die Mutter den etwas längeren Weg mit dem Sohn in den Kindergarten nahm. Wobei beide Wege ja luxuriös kurz sind. Ich hatte direkt anschließend ein Zoom-Meeting, bei dem noch weitere Online-Tools zum Einsatz kamen. Es war total zeitgemäß.

Die Mutter widmete sich ihrem Schreibtisch, ich meinem. Eine Reihe von Emails wollte beantwortet sein. So langsam hat man das Gefühl, der Kulturbetrieb erwacht vorsichtig aus dem Winterschlaf. Zaghaft kündigt sich an, dass es vielleicht mal wieder so etwas wie Auftritte geben könnte.

Heute war sozusagen mein freier Tag, weil die Mutter mit den Kindern nach Kita und Kindergarten zum Spielplatz ging. Dort trafen sie dann andere Kinder aus diversen Einrichtungen, tobten herum und waren dementsprechend müde, als sie heimkamen.

Ich hatte in der Zwischenzeit gekocht. Blumenkohl, Kartoffeln und Bechamelsoße. Ein Essen, das ich schon als Kind gegessen habe und deshalb perfekt reproduzieren kann. Ich bin immer noch dankbar, dass ich gelernt habe, wie man diese Soße selber macht.

Zwischendurch rief noch meine Mutter an, während ich im Topf rührte und just in dem Moment kam auch der Rest der Familie, wodurch das Gespräch etwas abrupt beendet wurde. 

Nach dem Essen hatte ich noch Qui Gong per Zoom. Unsere Trainerin hatte sich heute vorgenommen, extra die Namen der Übungen anzusagen. Während sie sagte: „Jetzt kommt ‚Die Tigerin teilt ihre Jungen’“ und ich im Hintergrund die Kinder mit der Mutter spielen hörte, musste ich sehr schmunzeln.

Danach gingen alle recht schnell ins Bett. Der Sohn war heute originell und wollte eine Geschichte über einen Tapir hören. Ein bisschen Abwechslung muss auch mal sein.

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