Ein voller Sonntag. Morgens schliefen wir wieder so lange, dass der Sohn von selber aufstand, um gleich „Burger“ zu machen mit seiner Knete. Er war dann etwas beleidigt, dass wir auch normal frühstücken wollten.

Nach dem Frühstück bastelten und malten die Kinder, weil auch die Tochter das lautstark eingefordert hatte. Außerdem ging es auch noch auf den Balkon zum Sandeln. So richtig zufrieden waren sie nirgendwo. Unsere Nerven waren etwas strapaziert.

Die Mutter hatte zum Glück noch die Idee, Plätzchen zu backen. Auch das ging natürlich nicht ganz ohne Auseinandersetzungen. Wir aßen noch Reste zu Mittag und dann ging es los nach draußen. Ins Wildgehege.

Wir waren verabredet mit der Familie des Freundes des Sohnes. Im Wildgehege war gut was los. Fast jeder Parkplatz belegt. Nur Wild war nicht viel da. Die Tiere hatten vielleicht Angst, sich mit Corona anzustecken.

Den Kindern war es egal. Es gab ja auch noch den Spielplatz. Sie rutschen. Der Sohn erklomm noch den höchsten Turm, während ich mit meiner Höhenangst unten stand und Kommentare nach oben rief.

Es wurde dunkel und kalt. Die Wildschweine zeigten sich doch noch ein bisschen. Auf dem Heimweg musste der Sohn mit seinem Freund und zwei Elternteilen als Begleitung noch eine extra Runde durch den Wald drehen.

Etwas durchgefroren, dreckig und ermüdet kamen wir heim. Ich kochte wieder Sukiyaki. Nach dem Essen gingen die Kinder in die Badewanne. Heute war das Wasser grün. Die Tochter fiel ins Bett. Dem Sohn erzählte ich noch Geschichten über müde und hilfsbereite Tiere und dann war der Sonntag zu Ende. Wir wappnen uns für die nächste Woche mit eingeschränktem Kita-Betrieb.

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