Absurdes Allgemein Alltag Zu Hause

Zu Hause – Tag 330

Die Nacht war nicht schön, der Sohn schlief ganz schlecht. Ich dachte schon: Jetzt bleiben beide Kinder bestimmt wieder krank zu Hause. Aber nein, der Sohn brauchte zwar etwas länger zum Aufstehen, Mutter und Tochter fuhren schon mal vor in die Kita, aber als ich den Sohn abgeliefert hatte, war ich wieder frei wie ein Vogel im Vorfrühling.

Der Sohn durfte im Kindergarten auch gleich das Schneckenspiel spielen mit einem anderen Kind. Es handelt sich um ein Brettspiel, bei dem Schnecken ein Rennen machen. Das passt super zu seiner morgendlichen Stimmung.

Ich hatte viel Zeit, mein Seminar morgen vorzubereiten und den Kita-Einkauf zu erledigen. Seltsamerweise war die Zeit doch wieder verblüffend schnell vorbei. Ich holte die Tochter ab. Alles ok. Die Nase war nicht mehr gelaufen als sonst. Keine Klagen. Wir holten den Sohn ab.

Heute bekamen wir einen besonderen Service. Als wir kamen, wurde er gerade schon von einer Erzieherin angezogen. Es gab also kein Drama. So schnell hatten wir den Kindergarten das letzte Mal in den ersten Tagen der Eingewöhnung verlassen.

Auf dem Heimweg trafen wir noch den besten Freund des Sohnes, der aber auch zu müde war, um noch etwas zu unternehmen. Danach trafen wir noch einen Erzieher aus der Kita, was den Sohn zu dem Kommentar veranlasste: „Heute ist Trefftag!“

Zu Hause gab es erstmal Ärger. Der Sohn spielte mit Lego. Die Tochter klaute ihm Lego, zog ihn an den Haaren und versuchte, ihn zu schucken. Sie war natürlich tödlich beleidigt, als sie das nicht mehr durfte und sowieso müde und unzufrieden mit allem. So langsam hat sie keine Lust mehr, die kleine Schwester zu sein, die auch immer so mit dabei ist. Sie will im Mittelpunkt stehen und kriegt einen Wutanfall, wenn das nicht klappt.

Wir brachten irgendwie die Zeit rum. Die Mutter kam heim. Es gab schnelle Nudeln. Die Tochter durfte noch mit Stiften spielen und hatte meine ungeteilte Aufmerksamkeit. Die Mutter las dem Sohn noch vor. Die Tochter ging schnell ins Bett. Der Sohn brauchte heute zusätzlich zu den Krankenwagen- und Essenswagengeschichten auch noch Tiergeschichten. Nach der Geschichte von der Eule, die den kleinen Jungen beim Schlafen bewacht, war dann auch für ihn endlich Schlafenszeit.

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