So wie es aussieht schaffen wir eine ganze Woche mit Kindern in Kita und Kindergarten. Das gab es auch schon lange nicht mehr. Heute morgen teilten wir uns auf: Ich brachte den Sohn in den Kindergarten die Mutter die Tochter in die Kita. Der Sohn war heute ein Löwe. Im Kindergarten wurde Fasching gefeiert. Die Mutter hatte ihm noch eine Mähne gebastelt, aus einem Haarreif und ein paar von meinen gelben Trennblättern, die ich sonst benutze, um meine Steuerunterlagen abzuheften.

Ich ging gleich im Anschluss noch einkaufen und machte einen Spaziergang durch die städtische Polarlandschaft, um mich abzuhärten. Zu Hause hatte ich Zeit, ein Logo für ein neues Projekt zu basteln. 

Nachmittags holte ich die Tochter ab, die gerade draußen im Garten der Kita spielte. Sie war heute zweimal gestürzt, weil sie wieder wie wild geklettert war. Die Stürze scheinen sie nicht abzuhalten. Die Laune war gut. 

Wir holten den Sohn im Kindergarten ab, der wieder seine Show abzog, überall herumtollte und alles tat, um nicht gleich loszugehen. Ein anderer Vater mit einem etwas älteren Kind sagte nur mitfühlend: „Es wird besser.“ Das baute mich auf. Ich wartete etwas gelassener, bis der Sohn dann doch angezogen werden konnte, während die Tochter fast ausbüchste und natürlich auf jeden Stuhl und Tisch kletterte, den sie fand.

Zu Hause vertrieben wir uns noch etwas die Zeit. Der Sohn war sehr müde und durfte ausnahmsweise Filme gucken. Ich wollte nicht riskieren, dass er noch einen verspäteten Mittagsschlaf machte. Die Tochter durfte mich ein bisschen schminken. Ist ja Faschingszeit.

Die Mutter kam heim. Es gab Linsen mit Spätzle und Saitenwürstle von der Oma. Damit waren alle glücklich. Die Kinder gingen sogar noch baden. Der Sohn wollte erst nicht, aber als er sah, dass das Wasser grün war, ging es dann doch.

Die Tochter fiel ins Bett. Der Sohn brauchte noch ein paar Geschichten über müde Müllautos, Kräne und Krankenwagen. Dann schlief auch er ein.

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