Absurdes Allgemein Alltag Zu Hause

Zu Hause – Tag 323

Heute morgen rächten sich die zehn Minuten, die ich länger geschlafen hatte. Es wurde alles etwas knapp, aber irgendwie landeten Sohn und Tochter dann noch in ihren Betreuungseinrichtungen. Die Tochter freute sich, wieder mal was Anderes zu sehen nach der langen Zeit zu Hause und der Sohn durfte im Kindergarten auch gleich mit dem Parkhaus spielen.

Ich hatte Zeit, Teile meines nächsten Gedichte-Videos zu drehen und Emails zu beantworten. Ist ja auch mal schön, wenn das nicht spät Abends geschehen muss.

Ich holte die Kinder wieder ab, die am ersten Tag noch nicht ganz so lange bleiben sollten. Man will ja nicht gleich den nächsten Anruf aus der Kita bekommen. Die Tochter erwischte ich gerade beim Imbiss mit den anderen Kindern. Sie sprang auf, als sie mich sah, ging dann aber erst zum Wäschekorb, um ihren dreckigen Latz ordentlich zu entsorgen. Ich war richtig beeindruckt.

Wir düsten zum Kindergarten. Die Gruppe des Sohnes war gerade draußen gewesen und kam gerade ordentlich zwei und zwei aufgeteilt wieder herein. Als der Sohn uns sah, ging sein Blick enttäuscht zu Boden. Er wäre wohl gerne noch länger geblieben.

Ich schob ihn dafür auch an, als er mit dem Laufrad nach Hause fahren musste. Auf dem Heimweg sahen wir noch einen Vogel aus dem Bach steigen. Ich sagte: „Na, was ist denn das? Ein Blässhuhn oder ein Haubentaucher?“ Solche Dinge stehen ja in unserem Tierlexikon für Kinder. Der Sohn sah mich streng an und sagte: „Das ist ein Teichhuhn.“ Er kennt das Lexikon eben besser als ich.

Zu Hause gab es erstmal eine kleine Stärkung. Die Tochter war noch anhänglicher als sonst, auch wenn sie gute Laune hatte. Ich hatte sie den halben Nachmittag auf dem Arm. Inzwischen kann sie sich mit ihren Ärmchen schon an mein Bein hängen.

Für den Sohn packte ich seine neuen Bastelbücher aus. Er war die nächste Stunde gut beschäftigt. Die Tochter versuchte, auf Stiften zu kauen, die ich ihr wieder wegnahm. Wir waren alle müde, es war etwas zäh.

Die Mutter kehrte von der Arbeit und der Fahrt durch den Neuschnee heim. Sie ließ den Sohn ein bisschen auf ihrem Rücken reiten, ich nahm die Tochter auf die Schultern Dann gab es die restlichen Spaghetti Bolognese vom Wochenende.

Der Sohn erzählte etwas von Spinnen, die man essen kann. Das war wohl Thema heute im Kindergarten.

Die Tochter schlief schnell ein. Heute durfte ich den Sohn wieder ins Bett bringen, der zum Einschlafen etwas zählte und mir vorbuchstabierte: „A wie Apfel, B wie Baum, C wie Clown, E wie Pferd, K wie Fahrrad…“ Nicht mehr lange und er hat es raus. Er wollte noch wissen, in welchem Land Stinktiere leben. Dann ging es noch um verschiedene Bärenarten. Und dann schlief auch er ein.

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