Zu Hause – Tag 319

Noch ein Tag mit den kranken Kindern zu Hause. Wobei Vormittags auch die Mutter noch da war, wodurch der Sohn und ich zumindest ein bisschen ausschlafen konnten. Nachdem die Mutter entschwunden war, fand ich mit den Kindern den Kompromiss zwischen rausgehen und nicht rausgehen: Wir gingen zum Sandeln auf den Balkon.

Ich war etwas abwesend, weswegen ich zu spät bemerkte, dass der Sohn einen Teil des Sandes aus dem Plastiksandkasten auf den Balkon schippte. Die Tochter sandelte begeistert mit. Man vergisst ja manchmal, dass sie jetzt auch kein Baby mehr ist und so was auch schon kann.

Danach war erstmal Mittagspause. Die Tochter schlief. Der Sohn hörte so konzentriert seine Janosch-CD, dass ich ihn drei mal fragen musste, ob alles in Ordnung sei.

Später gab es eine Brezel und Kekse, wobei ich den Sohn dazu brachte, noch ein paar Bissen von der Brezel zu nehmen: „Du musst erst noch einen Bissen von der Brezel nehmen, bevor du Kekse bekommst.“ „Okay, [beißt ab] und jetzt?“ „Noch einen.“ „Okay, na gut, [beißt ab], und jetzt?“ „Noch einen…“

Ich las dann noch das halbe Janosch-Buch vor und sang mich durchs halbe Liederbuch. Wir schafften es, uns alle anzuziehen und wir gingen raus. Der Sohn nahm das Laufrad. Auf dem Weg fuhren wir am Kindergarten vorbei, wo die ganze Gruppe dem Sohn aus dem Garten zujubelte, was ihm etwas unangenehm war.

Auf dem Spielplatz war ich vor allem mit der Tochter beschäftigt, die überall klettern wollte, wo der Sohn kletterte und noch mehr. Nur dass sie es noch nicht kann und nicht so recht verstehen will, dass sich Schwerkraft auch ungünstig auswirken kann. Sie lacht immer nur, wenn sie fast abstürzt.

Wir waren zwei Stunden auf dem Spielplatz, obwohl ich dachte, die Kinder wären nicht fit.

Auf dem Heimweg haute der Sohn wieder ein bisschen mit dem Laufrad ab. Ich durfte also schreiend mit dem Kinderwagen hinter ihm her rennen, wie es sonst immer die von mir belächelten anderen Eltern taten.

Wir kamen zum Glück heil zu Hause an. Die Tochter schlief schon vor dem Essen fast ein. Der Sohn, der Mittags noch Fieber gehabt hatte, war außer Rand und Band und spielte noch, dass wir alle Hunde seien. Mal schauen, wann er schlafen geht.

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