Ein langer Tag ging gerade mit Geschichten über müde Krankenwagen und Feuerwehreinsatzfahrzeuge zu Ende. Natürlich nicht ohne Ergänzungen durch den Sohn: „Die Feuerwehrleute müssen auch noch den Brandort absichern! Mit Hütchen!“ Zwei Milch später schlief er dann ein. 

Davor hatte ich noch ein schönes Zoom-Treffen des Tübinger Poetry Slams. Mal wieder Menschen treffen, wenn auch nur online. Überraschenderweise wurden sogar organisatorische Dinge besprochen. Ich dachte zuerst, wir würden uns nur zuprosten, aber es war erstaunlich arbeitsintensiv. Leute ohne kleine Kinder sind auch in dieser Zeit um einiges umtriebiger.

Zum Abendessen gab es Curry. Die Tochter lief, sobald sie fertig war, durch den Flur und balancierte über das unaufgebaute Ikea-Regal, das heute gekommen war. Man hörte sie trippeln, sie schaute um die Ecke, sagte etwas und trippelte wieder weiter.

Der Sohn hatte vor dem Essen Spaß mit der neuen Knete, die die Mutter mit ihm in der Stadt besorgt hatte. Er machte daraus Burger, weshalb es wohl auch am Wochenende Burger geben wird. Nur werden die echten Burger hoffentlich nicht die gleiche blau-rot-gelb-grüne Farbe haben.

Vormittags hatte ich im Seminar mit den Studierenden. Unsere gemeinsam entworfene Welt „Evergreen“ nahm noch mehr Gestalt an. Wir führten eine Heldin ein, die in der Unterwasserwelt lebt und eine Weitsprungmeisterin ist, weswegen sie sich beim Weitsprung in einen Erdenbewohner verliebt, mit dem sie nicht zusammen sein darf. Großes Hollywood-Kino. Mal schauen, welche Sprünge wir morgen machen. Zumindest der Sohn darf wahrscheinlich mal wieder in den Kindergarten.

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