Zwei kränkliche Kinder zu Hause – Was macht man da? Ich ging mit den beiden direkt nach dem Frühstück nach draußen. Es regnete zwar, aber ich hatte sie gut eingepackt und an Tagen wie diesen müssen wir einfach zum Schwärzlocher Hof. Die Tochter saß im Kinderwagen, der Sohn stand auf dem Buggy Board und wie die Karawane der Tapferen zogen wir aus, um Kühe, Hasen und Hühner zu treffen.

Wir hätten gerne auch die Pfauen und Gänse gesehen, aber die waren nicht da. Dafür standen wir sicher zwanzig Minuten vor dem Hühnerstall, der die Kinder mehr fasziniert als alles andere. Irgendwas müssen Hühner an sich haben. 

Auf dem Rückweg warteten die wahren Attraktionen: Erst fuhr zwei Mal der Zug an uns vorbei, dann beobachteten wir, wie im Hof der freien Schule Ziegelsteine mit einem Kran abgeladen wurden und als wir dann endlich weitergehen wollten, tauschten direkt zwei Meter weiter zwei Arbeiter die Schranke am Bahnübergang aus. Es war unglaublich.

Auf dem weiteren Weg überholte uns dann auch noch der Laster mit dem Kran, dem wir gerade beim Abladen zugeschaut hatten. Zu Hause mussten wir uns erstmal erholen und aßen ein paar Früchteriegel. Andere Nahrung war uninteressant. 

Später tobten wir im Kinderzimmer, schauten aus dem Fenster, ob nicht irgendein Tier gerade etwas machte und siehe da: Durch den Kanal hinter dem Haus schwamm eine fette Bisamratte. Damit war der Tag gelaufen. Wir lasen noch viel die Tochter schlief noch mal, der Sohn hörte Weihnachtslieder auf CD, der Sohn rutschte die kleine Holzrutsche auf dem Adventskalender der Tochter hinunter, beide Kinder spielten Flummi, ich rief nebenher noch die Oma an…

Und dann kam die Mutter heim und es gab unser restliches Gulasch vom Samstag. Die Tochter schlief schnell ein, der Sohn brauchte noch viele Geschichten über Krankenwagen, Züge, Müllautos und ein Schwein namens Paula. Dann schlief auch er ein. Mal schauen, wie es morgen so läuft, dann sind wir ja zu viert.

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