Heute nach dem Aufstehen ging es ganz schnell. Kurzes Frühstück und schon packte meine Frau die Kinder ein und düste zu den Großeltern. Also so schnell man eben düsen kann, wenn man zwei Kinder anziehen und dazu bringen muss, sich ins Auto zu setzen. Sie fuhren los. Ich hatte frei.

Ich widmete mich weiter der Dichtung und dreht ein paar Clips für das nächste Gedichte-Video. Und ich schaute ein bisschen „Das Damengambit“, um mal wieder ein bisschen up to date zu sein, was den Medienkonsum angeht. 

Die Kinder hatten wohl eine super Zeit. Der Opa hatte den Pferdeschlitten ausgepackt. Ich bekam ein Video zugespielt, auf dem der Sohn und seine Cousins mit ihren Schlitten hintereinander von einem Pferd durch den Schnee gezogen wurden. 

Abends kehrten die drei wieder heim. Wie immer etwas schlecht gelaunt nach der Autofahrt, aber ich hatte einen Joker: Das schöne Buch „Freunde“ von Helme Heine über die Freundschaft zwischen einem Schwein, einer Maus und einem Hahn, das der Sohn über alles liebt. Es war verschollen und ich hatte es neu besorgt. Die Kinder setzten sich auf mich und das Sofa, die Mutter machte Yoga, ich las das Buch und noch zehn weitere vor.

Danach gab es Curry. Die Tochter aß mehr Reis als ich. Sie schlief einigermaßen schnell ein. Inzwischen hat sie die Gewohnheit, im Bett noch Monologe zu führen. Der Sohn ist noch wach. Ich habe ihm zwar schon etliche Geschichten über müde Fahrzeuge erzählt, aber das hat leider nicht gereicht. Die Mutter hat ihn noch mit Puzzles beschäftigt. Jetzt machen wir dann bald den nächsten Versuch. Dafür dürfen ab kommender Woche beide Kinder in die Notbetreuung. Für uns ist der Lockdown vielleicht also schon früher vorbei.

Nachtrag: Gerade ging der Sohn an mir vorbei ins Nebenzimmer. Auf die Frage, was er denn mache, sah er mich nur mit schweren Augen an und sagte das Wort „Stöpselkran“. Jetzt ist er wirklich reif fürs Bett.

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