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Zu Hause – Tag 288

Gestern Abend hatten wir ungefähr folgenden Dialog: „Und was meinst du wegen Kindergarten?“ „Hmm, Sie haben gesagt mit Notbetreuung könnten wir gleich mit der Eingewöhnung anfangen, aber gemeldet hat sich niemand.“ „Okay, ich ruf zur Sicherheit morgen früh mal an…“ „Ja, aber ich glaub nicht, dass wir kommen dürfen.“ „Ja, ich auch nichts so recht…“

Morgens ging dann die Zimmertür auf und die Mutter sagte: „Hey, ich hab gerade angerufen, der Sohn darf in den Kindergarten, los geht’s!“ Und zack waren der Sohn und ich auf dem Weg. Im Kindergarten wurden wir nett empfangen. Es waren drei Erzieher da und drei Kinder. Beim Frühstück war der Sohn sehr schweigsam. Als es um Weihnachtsgeschenke ging, taute er langsam auf. „Und? Was hast du zu Weihnachten bekommen?“ fragte der Erzieher. Und ich dachte: Oh je, jetzt zählt er all die Massen von Dingen auf, die er bekommen hat oder er sagt gar nichts. Aber der Sohn gab einfach die beste pädagogisch absolut wertvolle Antwort: „Ich habe ein Licht für mein Laufrad bekommen!“ Alle waren happy. Ich wegen der Antwort und der Erzieher, weil das Kind endlich gesprochen hatte.

Danach wurden alle Stationen einmal durchgespielt: Große Fahrzeuge, kleine Fahrzeuge, Parkhaus, Gummitiere, Kuschelzimmer, Zaubersand. Zaubersand ist so etwas Ähnliches wie Knete. Für den Sohn war es wie zu Hause. Der Erzieher bemerkte, dass der Sohn zu allem seine ganz eigenen Vorstellungen hat. Zum Beispiel, welches Auto jetzt fahren darf und welches nicht. Außerdem machte der Sohn, das was alle Kinder tun, wenn der Erzieher aus Zaubersand einen wunderschönen Kuchen geformt hat: Er haute ihn platt.

Nach zwei Stunden durften wir wieder gehen. Wir kamen heim zu Mutter und Tochter und es ging gleich weiter mit Spielen. So eine Eingewöhnung ist echt nicht ohne: Man muss früher aufstehen und trotzdem den ganzen Tag mit den Kindern spielen. Aber diese Eingewöhnung wird kürzer als die bei den Kleinen.

Nachmittags hatte ich noch etwas frei. Die Mutter ging mit den Kindern raus. Abends gab es Fischstäbchen, was alle begeisterte. Und ich machte dem Sohn aus einer Orange, die wir noch da hatten, frisch gepressten Orangensaft, weil er so unbedingt einen Orangensaft wollte. In nächster Zeit werden wir wohl noch häufiger Orangen auspressen.

Die Mutter hatte auch noch ihren besonderen Moment mit dem Sohn, als sie ihm die Nägel schneiden wollte und er sagte: „Nein, Mama, du kannst nicht alles mit mir machen, was du willst!“ Später schnitt ich ihm heimlich die Nägel während er seinen Zahnputz-Film schaute.

Die Tochter sagte spät Abends so was wie ihren ersten Satz, als beide Kinder noch ein bisschen spielen durften, weil sie wieder aus ihren Betten hüpften. Sie wollte die Puzzle-Teile, die sie gemopst hatte partout nicht hergeben und sagte zur Mutter; „Mama! Nein! Meine, meine, meine!“

Und dann gingen alle zum Glück bald schlafen.

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