Vormittags malten wir mit Wasserfarben. Der Sohn malte mit mir eine Stadt mit Baustelle, eine Stadt ohne Baustelle und einen Regenbogen. Die Tochter saß auf dem Schoß der Mutter und malte sich an. Sie sah aus wie eine kleine Aktionskünstlerin. Der erste Tag des neuen Jahres begann also ganz gut.

Mittags gab es Reste von gestern. „Warum willst du deinen Mais nicht essen?“ fragte ich den Sohn. „Weil der giftig ist!“ sagte er. Starke Begründung. Die Tochter aß alles, was es gab. Sie hat wohl den nächsten Wachstumsschub.

Die Mutter ging mit den Kindern auf den Spielplatz, wo der Sohn ihr und der Tochter „Päckle“ machte. Er überreichte sie ihnen und sagte dazu mit todernstem Gesicht: „Aber nur im Notfall öffnen!“ Mussten wohl sehr spezielle Päckchen sein.

Abends gab es Risotto. Der Sohn hatte wieder irgendein Problem mit dem Essen. Die Tochter aß ungefähr zehn Portionen und klatschte mir dann Applaus. So kocht man doch gerne. Nach dem Essen lief sie noch winkend wie die Queen durch die Wohnung.

Der Sohn verzweifelte an der Statik seiner Lego- und Bauklotz-Bauwerke. Er war auch sehr müde. Wie durch ein Wunder und vielleicht auch durch unsere Entschlossenheit, ihn früh ins Bett zu bringen, schlief er um neun ein.

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