„In einem kleinen Apfelhaus – da hämmert jemand auf dem Dach.“ So dichtete der Sohn beim Mittagessen. Und er machte auch gleich so weiter, als er ein Stück Spitzpaprika gereicht bekam: „Hallo, ich bin Spitzi und komme aus fernen Ländern.“ Außerdem gab es noch Pfannkuchen, die wir netterweise aus guter Quelle bekommen hatten.

Der Sohn sagte, nachdem er schon einen ganzen Pfannkuchen verschlungen hatte: „Ich will noch Pfannkuchen!“ Die Mutter sagte: „Und deine Schwester?“ Er sagte: „Die kann doch Gemüse essen.“ Zum Glück aß sie das Gemüse gerne. Hoffentlich bleibt es nicht bei dieser kulinarischen Rollenteilung.

Nach dem Mittagessen brachte ich noch schnell ein Brett am Kinderwagen an. Also eines dieser Bretter, auf dem das größere Kind stehen kann, während das kleinere im Kinderwagen sitzt. Das Anbringen ging allerdings nicht so schnell, wie ich mir das vorgestellt hatte. Das Ding funktioniert zwar super, ist aber so ein Plastikscheiß mit kryptischer Bedienungsanleitung, die man besser ganz in Ruhe in einem stillen Kloster liest, als dabei von zwei begeisterten Kindern betatscht zu werden.

Während ich versuchte, das Ding anzubringen, fingerte mir immer wieder der Sohn dazwischen, weil er „helfen“ wollte, während die Tochter heulte, weil sie nicht auch noch mitmachen durfte.

Irgendwann hatte ich dann raus, wie die „Kupplungen“ richtig an den Wagen anzubringen waren, nachdem ich sie falsch herum montiert hatte. Es passte alles. Nur blockierte das Ding die Räder, weswegen ich es nochmal abmontieren und an den anderen besser geeigneten Kinderwagen anbringen musste. Bei dem stellt sich dann heraus, dass ich noch eine Verlängerung brauchte. Nach viel Geschrei von allen Seiten, inklusive mir, war es dann geschafft. Mutter, Tochter und Sohn entschwanden mit dem Brett auf den Spielplatz und zum Einkaufen.

Abends ging alles ganz gut. Der Sohn ging sogar relativ früh ins Bett. Nur die Tochter leider nicht. Sie hatte nach dem Ausflug noch mitten im Spieltrubel auf dem Wohnzimmerteppich seelenruhig geschlafen und das rächte sich später. Das mit dem Schlafen ist einfach nicht so unser Ding.

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