Der Morgen war etwas turbulent. Der Sohn und ich verschliefen wie immer. Wir mussten im Schnelldurchlauf frühstücken. Es nahte schon der Opa, um die Kinder mit aufs Land zu nehmen und uns im Lockdown noch etwas zu entlasten. Die Kinder tobten noch etwas durch die Wohnung, der Sohn musste unbedingt noch das Buch vom Grolltroll zu Ende lesen und dann ging es los.

Die Mutter und ich hatten Zeit für andere wichtige Dinge wie das Büro oder den Keller.

Abends kehrten die Kinder wieder heim. Sie hatten die Pferde besucht und wohl auch sonst viel Spaß. Der Sohn erzählte, er hätte sehr böse werden müssen, weil die Tochter in die Steckdose gefasst hatte. Dafür war ich dem kleinen Aufpasser ganz dankbar.

Auch wenn gar nicht mehr so viel Zeit vor dem Gang ins Bett war, wurde sie gut gefüllt und ausgedehnt. Beide Kinder ließen sich noch ausführlich vorlesen. Die Tochter trommelte mit der Kindersuppenkelle in der Kinderpfanne.

Die Tochter war die erste, die den Weg ins Bett antrat und es alsbald wieder verließ. Während der Sohn beim Zähne putzen seine Filme guckte, rannte sie noch wie ein Duracell-Häschen durch die Wohnung und warf mit Dingen um sich.

Der Sohn stellte auch neue Rekorde auf. Ich versuchte, ihn ins Bett zu bringen, aber er tauchte bald wieder auf. Dafür machte er der Mutter und mir ein sehr gutes Abendessen aus Knete samt Tee und Salat. Er hatte die Teller hingestellt und das Besteck, Messer rechts, Gabel links, ordentlich daneben gelegt. Zur Krönung rieb er uns noch etwas Knete-Käse mit seiner neuen Käsereibe darüber. Und schon wenig später, um halb zwölf, schlief auch er endlich ein.

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