Absurdes Allgemein Alltag Zu Hause

Zu Hause – Tag 265

Samstag heißt bei uns immer Ausschlafen. Nur war der Sohn ja recht früh ins Bett gegangen. Ich zum Glück auch. Um halb acht wurde ich losgeschickt, um die erste Milch zu machen. Wir lagen trotzdem noch bis neun im Bett, um uns zu unterhalten. Der Sohn trank Milch und erzählte Verschiedenes. Im Hintergrund hörten wir schon Mutter und Tochter auf dem Weg ins Bad.

Wir trafen uns alle dort, so dass der Tag gleich mit der vollen Packung Familie begann. Der Sohn hatte ungewöhnlich guten Appetit beim Frühstück. Die Tochter sowieso. Sie frühstückt immer schon vor uns anderen, weil sie es sonst nicht mehr aushält. Sie wacht ja auch in der Regel als erste auf.

Nach dem langen Frühstück hatten wir noch ein bisschen Ablösung, so lange man das noch darf. Ich hatte Zeit, eine der wenigen Rechnungen der letzten Zeit zu schreiben und ein bisschen kreativ zu sein. Sohn und Tochter spielten Feuerwehr und schauten Bücher an.

Die Tochter bekam Maultaschen, woraufhin sie endlich ihren dringend benötigten Mittagsschlaf machen konnte. Der Sohn musste erst noch so tun, als äße er sein Knete-Essen, bis er es auch an den Tisch schaffte.

Als die Tochter wieder erwachte spielten wir eine Stunde das Spiel: „Wie schafft man es, mit zwei Kindern die Wohnung zu verlassen?“ Die Mutter ging mit den Kindern nach draußen. Ich fuhr Großeinkauf machen. Ich erwischte den richtigen Zeitpunkt und konnte, ohne in der Schlange zu stehen gleich rein und die Leute in der Schlange bemitleiden, als ich mit meinem voll beladenen Einkaufswagen wieder rauskam.

Wieder zu Hause machte ich mich gleich ans Kochen, nachdem ich drei Mal zum Auto gelaufen war, um alles auszuladen. Der Lockdown kann kommen, was uns angeht. Zur Feier des Tages und für die Nerven der Eltern gab es Spaghetti Bolognese. Die Kinder fanden es auch gut. Inzwischen machen sie sich einen Spaß daraus, auf einmal gleichzeitig loszuschreien. Wir mussten mit beiden ein bisschen schimpfen, was sie eher amüsant als beeindruckend fanden.

Nach dem Essen wurde noch gebadet. Ich wusch den Kindern die Haare nach der Methode „kurz und schmerzlos“. Was überraschend gut funktionierte. Wenn sie nicht damit rechnen, dass man ihnen Wasser über den Kopf kippt, haben sie gar nicht die Gelegenheit, sich so aufzuregen.

Die Tochter trank Badewasser und trommelte auf den Wannenrand, der Sohn füllte eine Tüte mit Wasser, um anschließend seinen Fuß reinzustecken. Alles normal also. Nach dem Baden ging die Tochter schlafen. Der Sohn machte mit uns noch Plätzchen aus Knete: Einen Hasen, ein Schaf und eine Blume. Ich durfte die Gesichter machen. Nachdem ich fertig war, schaute er sie an und sagte: „Die haben ja Clowns-Gesichter!“ Ich fasse das mal als Kompliment auf.

Wir fragten den Sohn noch; „Und, freust du dich, dass du bald in den Kindergarten kommst?“ Er sagte: „Ja, da lerne ich endlich Lesen und Schreiben!“ Wir mussten ihn etwas enttäuschen, aber dafür freut er sich, dass man zum Frühstück in den Kindergarten immer sein eigenes Essen mitbringen darf.

Nach dem langen Tag schlief auch der Sohn schnell ein. Und wir auch.

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