Wer diese Serie aufmerksam verfolgt, weiß schon, warum es gestern keinen Beitrag gab: Ich war Fußball gucken. War ein lustiger Abend. Vor Spielbeginn hatten wir spaßeshalber ausgemacht bei jedem Tor der Spanier einen Schnaps zu trinken. Das Vorhaben gaben wir dann schnell wieder auf.

Ansonsten war der Tag von der aufgeteilten Kinderbetreuung geprägt. Meine Frau war zum Glück auch zu Hause. Ich gab Seminar per Videokonferenz, während im Hintergrund immer mal wieder der ein oder andere Schrei aus dem Wohnzimmer zu hören war. Die Studierenden freut es, glaube ich, das ist doch authentisch.

Die Mutter war später mit den Kindern noch draußen, damit der Sohn sich mal wieder aufs Laufrad schwang. Abends gab es noch Maronen aus der Tüte, die der Sohn häppchenweise an seine Schwester verfütterte und dazu sang: „Marone, Marone! Wo ist die Marone?“ nur um dann abschließend zu bemerken: „Sie ist auch eine Marone.“

Heute hatte ich dann einen Tag alleine mit den beiden kranken Kindern. Wobei der Sohn schon wieder so fit ist, dass er morgen in die Kita kann. Mit so ein bisschen Kater ging der Tag fast schneller vorbei als sonst.

Zum Frühstück ließ der Sohn den Affen und den Pandabär mitessen. Sie bekamen sogar beide ihr eigenes Lätzchen. Ansonsten beschäftigte mich die Tochter viel Zum einen musste ich ihr ständig die Nase putzen und zum anderen will sie überall hin stehen, hochklettern, Dreirad fahren und erzählt dabei die ganze Zeit ganz viel. Ich war gut unterhalten.

Ich kann gar nicht sagen, womit wir den Tag genau verbracht haben. Es wurde viel vorgelesen, viel mit Knete gekocht, der Sohn war zwischendurch noch ein Hamster und lebte in der Ecke vor der Küche, wo er Vorräte anlegte.

Wir schafften es immerhin auch mal auf den Balkon zum Sandeln. Die Mutter kam heim. Wir aßen schnell und gut. Die Tochter kletterte auf verschiedene Tritte und Stühle und klatschte oben immer in die Hände, der Sohn ließ sich noch das Buch vorlesen, in dem Biene Maja die Uhr erklärt. Das Programm heute war vielleicht nicht spektakulär, aber doch ausreichend, um beide Kinder zeitig einschlafen zu lassen.

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