Heute waren wir Eltern mit vereinten Kräften vor Ort, um die Kinder aufzuwecken und anzuziehen. Was den Sohn anging, war das auch nötig. Er sah es gar nicht ein, sein kuscheliges Bett zu verlassen. Nach viel Überzeugungsarbeit und mit einer Milch im Gepäck brachte ich beide Kinder in die Kita.

Die Mutter hatte ein Meeting in der Wohnung und ihren Arbeitsplatz an den Esstisch verlegt, was sehr gut aussah Auf einmal herrschte Start-Up-Atmosphäre in der Wohnung anstatt des üblichen Kindergartens.

Ich vertrieb mir mit kreativer Arbeit die Zeit. Mit der Kita war ausgemacht, dass ich die Tochter heute ein bisschen später holen durfte, weil ich vermeiden wollte, wieder den Sohn im Flur zu treffen und gleich mitnehmen zu müssen.

Ich ging also eine Viertelstunde später los. Und wer war auch noch eine Viertelstunde später dran? Die Ganze Kita, die sich wie sonst eine Viertelstunde früher umzog, um nach draußen zu gehen. So musste ich den Sohn also doch gleich wieder mitnehmen.

Nächste Woche darf die Tochter dann vielleicht endlich so lange bleiben, dass ich ganz freiwillig beide Kinder auf einmal mitnehmen kann. Zu Hause gab es einen Imbiss für die Kinder, die gerade vom Kita-Imbiss kamen. Das ist völlig normal. Die anderen Eltern erzählen, dass es bei ihnen nicht anders läuft.

Zwischendurch checkte ich natürlich weiter die Wahlergebnisse und wurde zuversichtlicher. Die Mutter ging mit den Kindern noch raus. Ich kochte Risotto. Nach dem Essen bekam der Sohn auf seinen Wunsch hin sehr viele Geschenke aus Knete in sein Zimmer geliefert und dann war der Tag rum.

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