Absurdes Allgemein Alltag Zu Hause

Zu Hause – Tag 226

Der Sohn stand ganz schlecht auf heute. Er klebte an seinem Bett wie das Spannbetttuch. Nur in vielen kleinen Schritten der Überredungskunst und mit etwas Gewalt kam er aus dem Zimmer und in seine Tagesklamotten. Zumindest gingen beide Kinder dann ganz lieb in die Kita.

Ich hielt die erste Sitzung meines Storytelling-Seminars im Semester. Wie beim letzten Mal war ich aufgeregter als sonst. Es hängt ja alles davon ab, dass die Video-Konferenz funktioniert. Und dann sitzt man da vor Leuten, die man noch nie gesehen hat und zeigt ihnen unfreiwillig, dass man zu Hause wieder nicht aufgeräumt hat.

Später ging ich noch einkaufen für den Abend. Wir erwartete noch Besuch. Aber nur aus einem anderen Haushalt, also alles regelkonform. In der Stadt war es nicht so leer, wie ich gedacht hätte. Viel Betrieb an den Take-away-Ständen. So sieht also der Lockdown light aus. Wenn das so weiter geht, gibt es vielleicht bald nur noch Imbisse in den Innenstädten. 

Nachmittags noch etwas Gesangsunterricht und dann gab es auch schon Abendessen, nachdem Mutter, Tochter und Sohn heimkehrten aus der Kita und von der Laufrad-Tour im Anschluss. Ich hatte Gulasch gekocht, das hoffentlich auch unserem Besuch gut schmeckte.

Die Tochter flirtete mit dem Besuch und zeigte wieder eindrucksvoll, wie gerne sie isst. Der Sohn bestand darauf, zusätzlich zum normalen Essen auch „Knete-Essen“ zu servieren. Nach dem Essen brachte ich beide Kinder dazu, selber ihr Lego aufzubauen. Sogar die Tochter macht dabei schon begeistert mit.

Nachdem der Besuch gegangen war, baute der Sohn noch eine Absperrung im Wohnzimmer, um seine Baustelle abzusichern, die Tochter zerfetzte ein paar Taschentücher und dann waren beide Kinder zum Glück so platt, dass sie schnell schlafen gingen.

Mal schauen, wann ich schlafen gehe in dieser Wahlnacht…Ich will nicht wieder ins Bett gehen und denken: „Kein Problem, die Demokraten gewinnen sowieso.“ und dann mit einem Kater aufwachen. Aber ich muss auch auf die Fitness achten, die braucht man in diesen Zeiten ja noch mehr als sonst.

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