Die beiden Kinder bekamen Ei zum Frühstück. Was das angeht, sind sie sich immer einig: Ei ist super. Der Sohn begann gleich nach dem Aufstehen jeden und alles in der Wohnung zu bekochen und die Tochter war vor allem am Essen interessiert. Eigentlich könnten sie ein gutes Team abgeben.

Ich fuhr einkaufen. Mal noch ein bisschen hamstern vor dem Lockdown. Wobei hamstern bei uns der normale zweiwöchige Großeinkauf ist. Es war viel los. Schien anderen so zu gehen wie mir. Vor allem beim Bäcker war die Schlange lang. Vielleicht wird Brot das neue Klopapier.

Außerdem besorgte ich noch einen neuen Schlafsack für die Tochter. Wenn man in so einem Kleinkindergeschäft einkauft, wird man immer beraten, als wollte man die Mondlandung vorbereiten. Der neue Schlafsack ist super atmungsaktiv, hat extra Beinfreiheit und Doppelknöpfe. So wie alle anderen Kinderschlafsäcke auch. Fehlt nur noch eingebautes WLAN.

Die Mutter war mit den Kindern noch draußen, während ich mal drinnen entspannen durfte. Sie sahen Schafe, andere Kinder, Pfauen und der Sohn fuhr den ganzen Weg zum Schwärzlocher Hof mit dem Laufrad. 

Abends kochte ich noch Spaghetti Bolognese und dann durften die Kinder in die Badewanne. Davor bestaunten sie noch die neuen Bücher von der Oma, die gerade mit der Post gekommen waren. Die kamen genau zum richtigen Zeitpunkt. Die Tochter bekam später schlechte Laune, vielleicht die Zähne. Oder Müdigkeit. Oder beides.

Der Sohn blieb noch ewig in der Badewanne und trank mit mir Tee. Ich konnte ihn dazu überreden, dazu nicht das Badewasser sondern frisches zu nehmen. Er schwamm in der Wanne und sagte: „Ein Hecht bin ich!“ Er ist wirklich ein toller Hecht.

Man sollte ja meinen, so ein Programm müsste ein Kind müde machen, aber er beschäftigt uns gerade noch gut damit, in seinem Restaurant Salat zu servieren mit Gurke, Zitrone und Apfel. So langsam werden zumindest die Geschmackskombinationen realistischer.

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