Zu Hause – Tag 181

„Die Schwester ist auf gewacht! Ich muss gucken, was die macht!“ sagte der Sohn, als er im Bett hörte, wie seine Schwester im Bad der Mutter laut Dinge erzählte. Wir machten die Kinder abfahrbereit und warteten auf den Opa, der sie mit aufs Land nehmen wollte. Und zum Glück tauchte er dann auch auf.

Meine Frau legte sich erst mal drei Stunden schlafen, nachdem die Tochter sie die halbe Nacht wach gehalten hatte. Ich tat kreative Dinge und hängte die Wäsche auf. Danach fuhr ich einkaufen. Ich traf den Sohn eines Freundes und erörterte mit ihm, warum sein Papa zehn Minuten brauchte, um zwei Flaschen zurückzugeben. Wir waren uns, glaube ich, einig, dass es daran lag, dass im Supermarkt das Eisfach offen geblieben und so alle Supermarktbesucher eingefroren waren. Normaler Small Talk mit Kindern.

Ich fuhr zurück vom Einkaufen, wobei ich den SUV des Opas benutzen durfte, weil er unser Auto mit den Kindersitzen mitgenommen hatte. Wer weiß, wie wenig ich im Herzen Autofahrer bin, kann sich vorstellen wie absurd es aussah, mich hinter dem Steuer dieses immensen Autos zu sehen. Es ging aber alles gut.

Zurück zu Hause machte ich noch etwas Pause und versuchte, meine Erkältung auszukurieren. Die Kinder kehrten zurück. Wir legten uns alle ins Bett zum Gruppenkuscheln. Der Sohn sagte: „Wir sind alle Füchse.“

Kurz darauf, als Tochter und Mutter wieder im Wohnzimmer waren, beleidigte er mich noch sehr originell. Er sagte: „Du Superraupe!“ zu mir. Wahrscheinlich weil ich so raupenmäßig auf dem Bett lag, während wir Ball spielten.

Vor, während und nach dem Abendessen „kochte“ der Sohn noch mit Knete. Es gab Pizza mit Blaubeersoße und Bedee. „Bedee“ ist eine Eigenkreation des Sohnes. Ich fragte: „Was ist denn in Bedee drin?“ Er sagte: „Alles, was man mag.“ Eine Art Superfood also.

Noch spielt der Sohn Puzzle hinter mir, aber ich hoffe, dass er jetzt um kurz nach halb elf und dem ersten gescheiterten Versuch doch noch den Weg ins Bett findet.

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