Zu Hause – Tag 167

„Muh!“ sagte ich. „Da gibt’s auch Kühe, weißt du? Muh!“ Ich versuchte im Auto der Tochter zu erklären, dass wir zum Bauernhof fuhren. Die Tochter machte ein Geräusch. Der Sohn sagte von der Rückbank: „Sie fragt, ob es da auch Schafe gibt?“ „Was?“ sagte ich. Er sagte: „Na, sie hat doch ‚Mäh‘ gesagt.“ Wenig später machte die Tochter: „Gack, gack.“ Der Sohn sagte folgerichtig: „Jetzt will sie wissen, ob es da auch Hühner gibt.“

Wir fuhren auf jeden Fall zum Bauernhof auf Waldhäuser Ost und bestaunten Kühe und Pferde. Hühner und Schafe gab es leider nicht. Zum Glück für die Tochter waren aber auch ein paar Leute mit ihren Hunden unterwegs. Der Sohn fuhr Laufrad.

Noch fährt er etwas zaghaft damit. Er hat für sich herausgefunden, dass es am lustigsten ist, vom Weg ab ins Gras zu fahren und dort stecken zu bleiben. Ich konnte ihn auch davon überzeugen, dass er in der Lage ist, das Rad selber wieder aufzuheben, wenn es umgefallen ist. Hat aber etwas gedauert.

Zurück zu Hause saßen wir zu viert am Esstisch beim Mittagessen. Der Sohn spielte mit seiner Essensunterlage. „Lass das bitte!“ sagte die Mutter. „Das geht von alleine hoch.“ sagte der Sohn schlagfertig. Die Mutter konnte sich ein Lachen nicht verkneifen.

Die Mutter machte einen dringend benötigten Spätnachmittagsschlaf. Die Tochter nach einer halben Stunde Rumtragen auch. Der Sohn spielte mit seinen Legofiguren:. „-Hey Giraffe, hey Huhn, hey Elefant! Kommt ihr zu meinem Geburtstag? – Nee, wir kommen nicht. – Ah ok, dann hol ich den Lastwagen und frag den Wal, ob der kommt. Hey Wal, kommst du zu meinem Geburtstag? – Nee, ich komm auch nicht…“ Es war eine etwas deprimierende Geschichte, aber der Sohn fand sie sehr lustig.

Anschließend baute ich mit dem Sohn noch ein Häuschen aus Sperrholz. Also, nennen wir es eher eine Garage. Ich musste im Lauf des Vorhabens einsehen, dass meine Fähigkeiten als Schreiner von Kinderspielzeug noch etwas ausbaufähig sind. Der Sohn „half“, indem er Nägel klaute und versuchte, sie in seine Nagelplatte zu hauen. Außerdem setzte er sich genau in dem Moment auf meinen Schoß, als ich es gar nicht brauchen konnte, aber irgendwie wurde die Holzkonstruktion doch noch fertig.

Das Abendessen war dann etwas unterbrochen, weil der Sohn sichtlich zu wenig ausgeruht war. Er wollte lieber rumrennen und Milch trinken, statt die Nudeln a la Bolognese zu essen. Wir argumentierten hin und her, drohten verschiedene Arten von Konsequenzen an und waren schließlich einfach froh, selber noch essen zu können und das Kind dann schlafen zu bringen.

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