Der Tag begann mit dem üblichen Großes-Kind-in-die-Kita-bringen-Drama. Wobei ich nur derjenige war, der das schreiende Bündel anziehen musste. Meine Frau brachte den Sohn zu seiner Betreuungsstätte, wo dann aber alles gut war. Ich erholte mich mit meinem Storytelling-Seminar.

Heute war World Building dran. Die Studierenden und ich entwarfen die Welt Astrodia, in der Menschen, die auf fliegenden Inseln leben in den Kampf gegen ein Kollektivbewusstsein ziehen, das sich immer wieder als Fata Morgana manifestiert. Natürlich gab es auch ein Steinvolk, das seinen Anführer jedes Jahr in einer Art Highlander-Kampf bestimmt und Nymphen, die mit Menschen in Unterwasserkuppeln eine Symbiose eingehen. Ganz normale Geschichte also.

Später hatte ich es eilig. Ich erledigte mit der Tochter im Kinderwagen in Windeseile den Kita-Einkauf, damit die Kleinen bei ihrem Nachmittagsimbiss ihre geliebte Wurst bekommen. Unsere Kita ist halb selbstverwaltet, was einem als Eltern solche Dienste einbringt.

Der Gesangsunterricht war ernüchternd. Es ging um Tonleitern und Intervalle. Das ist schwierig für jemanden wie mich, der zwar gerne singt, aber selten mit verschiedenen Tönen. Zur Entspannung durfte ich die Tochter schlafen tragen, während die Mutter den Sohn abholte und mit ihm ins Kinderturnen ging.

Beim Abendessen sagte der Sohn: „Mangold? Was ist das denn für ein lustiger Name?“ Und sang wenig später, was es noch dazu gab: „Nu-nu-nu-nu-Nudel!“ Er beschloss den Tag mit diesem schönen Dialog: Sohn: „Kommt ein Mäuschen zur Mama, hallo! Was machst du da?“ Mutter: „Ich esse, und was machst du?“ Sohn: „Ich mache Quatsch.“

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