Zu Hause – Tag 118

„Was willst du zum Frühstück?“ fragte die Mutter. „Maultaschen!“ sagte der Sohn. Er war sehr überzeugend. Und aß sie dann doch nicht. Ähnlich konfus ging der Vormittag weiter. Ich erinnere mich nicht mehr an viel, nur an das: In einem Moment der Ruhe lag ich mit meinem Sohn und meiner Tochter auf einer Matratze, einen rechts im Arm, eine links im Arm. Wir ruhten uns zwei Minuten aus. Dann rollte die Tochter von der Matratze und der Sohn musste das natürlich auch machen.

Ich hatte ein bisschen Ruhe, als die Restfamilie sich aufmachte, um beim O2-Shop vorbeizuschauen. Solche völlig trivialen Unternehmungen sind genau das Richtige, um mit den Kindern nochmal rauszugehen. Geschieht Leuten in so Handyläden ganz recht, wenn man bei Ihnen mit zwei schlecht gelaunten Kindern auftaucht.

Vorher musste ich den Sohn noch davon überzeugen, dass es bei dem Wetter keine gute Idee ist, die extra dicke Jogginghose anzuziehen. Die Tochter beschwerte sich in einem fort und wollte weder essen noch trinken. Sie kann jetzt schon in vorwurfsvollem Ton: „Da da da!“ sagen. Es klingt richtig beleidigt. Meine Frau meinte, gestern Abend hätte sie ihr so einen richtigen Vortrag gehalten.

Als alle wieder zu Hause waren, machte die Tochter eine neue Entdeckung: Das Rückwärtsrobben. Sie liegt dabei auf dem Rücken und stößt so mit ihren Füßen in die Luft, dass der Rückstoß sie über den glatten Boden schiebt. Sehr witzig, wenn sie so durchs halbe Zimmer gleitet.

Der Sohn fuhr währenddessen Dreirad und sagte völlig wahrheitsgemäß: „Hier geht’s doch gar nicht nach China!“ Der Rest des Abends war geprägt von kollektiver Müdigkeit.

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