Wir standen spät auf. Der Sohn veranstaltete ein kleines Drama ums Anziehen. Danach frühstückte er erschreckend normal mit Beeren, Nüssen und Brezel. Eine weitere Malsession mit Malbuch hob die Laune weiter und einer der Höhepunkt des Vormittags war das Dino-Sticker-Album. Er findet Raptoren sind seine Liebllings-Dinos. Und Flugsaurier. Und alle anderen. Er sagte nach jedem Dino, den ich ihm irgendwo in das Album klebte: „Das ist mein Lieblingsdino!“

Die Tochter sagte fleißig: „Namnam Mama!“ und ärgerte sich, dass sie beim Krabbeln noch nicht weiter kommt. Der Sohn spielte mit Lego die Leo-Lastwagen-Filme nach, die er immer guckt: „Lifti! Was hast du da gebracht? Daraus bauen wir eine Ampel! Bring alles da rüber. Es fehlt noch eine Kabine…“

Nach der üblichen Stunde, die man einplanen muss, um die Kinder soweit fertig zu machen, dass man mit ihnen nach draußen kann, gingen Mutter und Kinder auf Spielplatz-und-Einkauf-Tour, während ich netterweise noch eine Stunde hatte, um mich auf die Vorstellung heute Abend einzustimmen. Zum Runterkommen hängte ich Wäsche auf.

Theatersport auf dem Parkplatz des Theaters war sehr schön. Diesmal fiel es nicht aus, es war ausverkauft, die Leute gut drauf. Was will man mehr? Auf dem Heimweg traf ich an jeder Ecke noch jemand, den ich kenne. Man merkt ja jetzt erst, wie isoliert man vorher war.

Zu Hause erklärte der Sohn mir noch seine neuesten Bauwerke, die Mutter brachte ihn ins Bett. Ich beruhigte die wieder erwachte Tochter mit leisem Jazz-Skat-Gesang. Und dann hatten wir endlich Zeit zu spülen.

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