„Du nimmst grün!“ Ich malte mit dem Sohn in seinem Malbuch. Das bedeutet: Er sagt einem, welche Farbe man nimmt und auch, wo man zu malen hat. „Du musst da auf dem Bild malen!“ Ich muss also das Bild bemalen, das als Vorlage für das Ausmalbild im Malbuch abgedruckt ist. Wenn das was ich mache, gut aussieht, muss ich meine Farbe hergeben. Die Verhältnisse sind klar.

Die Mutter philosophierte mit dem Sohn darüber, ob er zm zweiten Frühstück einen Beeren- oder einen Bärenteller haben wolle. Es war genau sein Humor. Er sagte: „Einen Bärenteller! Das ist die Hauptspeise!“ Danach spielten Mutter und Sohn Ball in der Wohnung und die Tochter war völlig außer sich vor Freude, als sie auch mal den Ball bekam. Der Vater auch.

Der Sohn bekam noch einen Radlader und einen Bagger geschenkt. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal den Unterschied zwischen einem Bagger und einem Radlader lerne, aber mein Sohn legt viel Wert auf die Unterscheidung. Er verriet mir auch, wie die beiden Fahrzeuge heißen: „Zen und Zimt.“ Das wäre echt ein guter Name für einen buddhistisch angehauchten Gewürzladen oder für ein Hipstercafe.

Wir bekamen Besuch zum Spargelessen. Der Sohn stellte nach dem Essen die richtige Frage: „Sind die Frauen satt?“ Sie waren es. Bei uns war gut was los. Wir waren so beschäftigt, dass der Sohn nebenher nach Herzenslust spielen konnte, was er wollte und das sehr lange. Bis er irgendwann mit einem Messer in der Hand auftauchte und sagte: „Ich muss den Apfel schneiden!“ Wir beaufsichtigten ihn wieder etwas genauer.

Die Kinder machten fast mehr Party als wir. Der Besuch war auch wirklich sehr gut im Kinder bespaßen. Irgendwann waren dann doch alle müde. Kurz überlegten wir, ins Bett zu gehen und den Sohn alleine weiter spielen zu lassen. Nach zehn Geschichten von der Mutter und zwanzig von mir schlief er dann ein. Die Tochter hat so etwas wie: „Mama-Papa“ gesagt. Noch weiß man nicht genau, wer oder was damit gemeint ist.

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