Während wir Frühstück machten, ließ der Sohn die Küchenhandtücher sprechen: „Ich bin angehängt…ich bin angehängt….ich bin auch angehängt…wir sind alle angehängt….“ Kurz darauf durfte er auch schon mit der Mutter entschwinden, die ihn zu Opa und Oma brachte, um selber zur Arbeit zu gehen.

Die Tochter und ich hatten also einen Tag ganz für uns allein.Ziemlich schnell hatten wir etwas gefunden, was ihr Spaß macht: Papa an den Haaren ziehen. Ich lag vor ihr auf dem Boden und sie riss quietschend an den Zotteln.

Außerdem ließ sie sich noch lieber herumtragen als sonst. Anders ist schlechter Laune bei ihr nicht beizukommen. Einmal nahm ich sie hoch. Sie richtete sich auf meiner Schulter ein und guckte mich dann an, als wollte sie sagen: Hey, hast du mich angeguckt, Alter? Trag mich mal schön weiter und mach dich auf was gefasst , wenn ich älter bin.

Später machte ich ihr Krabbeln vor. Das sind die Momente, in denen man hofft, dass niemand so etwas mit einer Kamera dokumentiert. Nachmittags machte die Kleine Jagd auf das Markenschild am Teppich. Als ich zufällig um die Ecke schaute, ließ sie ruckartig alles los und schaute mich an mit einem Blick, der sagte: Alles ok, ich hab nichts angestellt!

Nach dem Einkaufen und ihrem üblichen Lachanfall über meine Maske hatten wir den Tag fast hinter uns gebracht. Beim Trinken gab es noch eine Erkenntnis: Wenn man das Fläschchen schon selber halten kann, kann man es auch selber aus dem Wägelchen werfen. Wieder und immer wieder.

Zu guter Letzt kamen Mutter und Sohn dann heim. Ich war fertig für den Feierabend. Es dauerte auch nur noch von acht bis halb zwölf, bis der Sohn eingeschlafen war.

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