Zu Hause – Tag 95

Morgens schrien beide Kinder gleichzeitig. Der Sohn wollte nicht, dass ich das Bett verlasse, die Tochter, dass ich zu ihr komme. Beim Lego Spielen im Badezimmer beruhigten wir uns alle ein bisschen, um danach wieder loszulegen. Nach zwei Stunden konnte ich frühstücken, während ich dem Sohn Sticker in sein Dino-Stickeralbum einklebte.

Beim Mittagessen hatte ich etwas Mühe, immer den Ball abzuwehren, den der Sohn auf mich warf. Ich glaube, er hat auch den Wecker in der Küche gestellt. Mal schauen, ob es heute Nacht piepst.

Später bekam ich etwas Ablösung und konnte ein bisschen arbeiten, während im Wohnzimmer ein Slalom-Parcours aus Bauklötzen aufgebaut wurde. Die Tochter robbt immer ein paar Millimeter mehr pro Tag. Inzwischen sieht es schon so aus, als würde sie zum Sprung ansetzen, um das nächste Puzzleteil zu zerfleischen.

Beim Abendessen gab es ein Drama, weil die Tochter offenbar keinen Karottenbrei mag. Meine Frau hatte die Idee, wenigstens den Sohn zu besänftigen, der sehr nah am Wasser gebaut war heute und buchstabierte: „Geben wir ihm noch K-E-K-S-E?“ Der Sohn übernahm die Antwort und sagte seinerseits buchstabierend: „Ja! Ich will K-E-K-S-E!“ Zum Glück war ihm noch nicht klar, was er da gesagt hatte, aber bald müssen wir uns als Geheimsprache wohl etwas Neues einfallen lassen. Englisch, oder am Besten gleich Latein.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.