Zu Hause – Tag 93

Heute Abend machte mein Sohn mit mir einen Ringkampf. Es ging nur darum, seinen Schlafsack anzuziehen. Er nahm das zum Anlass, nochmal kreuz und quer durch die Wohnung zu rennen und immer dann wieder aufzuspringen, wenn ich dachte, jetzt kann ich ihn einpacken.

Immerhin schlief er dann relativ schnell ein. Schon Mittags auf dem Spielplatz wollte er zuerst gar nicht bleiben, weil er zu müde war. Nach dem Besuch im Drogeriemarkt ging es dann. Er musste wohl kompensieren, dass er sich keinen Kindereinkaufswagen nehmen durfte.

Immer häufiger sehe ich auch Leute ohne Masken beim Einkaufen. Man weiß dann immer nicht, ob man jetzt was sagen soll. Ich will ja nicht die Maskenpolizei spielen. Manche vergessen es vielleicht einfach. Oder sie halten einem dann einen Vortrag. Der Sohn will inzwischen auch eine Maske. Kann man verstehen. Warum soll er keine tragen dürfen, wenn die Erwachsenen ihr lustiges Maskenspiel spielen?

Der Morgen begann mit Action im Badezimmer, nur dass ich alleine mit den Kindern war. Bis alle versorgt sind, läuft dann immer das Spiel: Wen lasse ich jetzt gerade heulen? Egal, wie man sich entscheidet, ein Kind fühlt sich immer vernachlässigt.

Die Tochter sieht auch gar nicht mehr ein, dass sie nicht auch was Richtiges zum Essen bekommt. Gebt mir meinen Brei, sonst gibt es Geschrei – das ist das neue Motto.

Der Sohn fand das offenbar süß und nannte seine Schwester „Die kleine Kringelmaus“. Mittags sagte er noch: „Ich habe Regen für sie gemacht.“ Jetzt wissen wir also, wer das Wetter gerade zu verantworten hat.

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