„Es war einmal ein…“ „Feuerwehrauto!“ „Und das hieß?“ „Ha!“ So fingen die Geschichten an, die ich meinem Sohn heute Morgen und Abend erzählen durfte. Es wurden immer mehr: Die Geschichte vom Feuerwehrauto Ha, das mit seinem Freund, dem Hubschrauber Moritz den Waldbrand löscht, die Geschichte vom großen Bagger Norbert, der dem kleinen Bagger Paul beim Steine tragen hilft und die Geschichte vom Kakadu Tricky, der das Fliegen lernt.

Ich habe so eine Ahnung, was mich die nächsten Tage beschäftigen wird. Nach dem Frühstück konnte ich heute mit meinem Sohn alleine auf den Spielplatz, weil Mutter und Tochter zum Ausruhen zu Hause blieben. Mit einem Kind rauszugehen geht wesentlich schneller als mit zweien. Vor allem wenn der Sohn wie heute einem beim Stichwort „rausgehen“ von selber die richtigen Klamotten für sich hinlegt.

Auf dem Spiellatz kletterte er viel, schaute aber zuerst zehn Minuten einem Mädchen dabei zu, wie es eine Sandburg baute. Beobachten scheint gerade sein Ding zu sein. Er macht auch wichtige Entdeckungen. So fand er heute beim Ausräumen der Spülmaschine, was man nicht mehr ohne ihn machen darf, ein Tee-Ei und war hin und weg.

Auf dem Spielplatz warf er Rindenmulch die Rutsche hinunter, statt selber zu rutschen und sagte: „Das ist Reis.“ Nachmittags konnte ich zu Hause bleiben und wichtige Telefonate führen, während Mutter, Tochter und Sohn noch mal auf den Spielplatz gingen, um Freunde zu treffen.

Ich dachte ja, nach so einem Tag schliefe der Sohn im Stehen ein, aber es waren dann noch mal zehn Geschichten nötig, bis er, kurz nachdem der Gabelstapler Johnnedy von einer Katze verzaubert worden war, einschlief.

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