Der Sohn sagte heute den kompletten Text seines gereimten Traktorbuchs auf. Ich glaube, es sind acht Zeilen. Wir können also in ein zwei Jahren mit Goethe und Schiller anfangen, würde ich sagen.

Ein Elternteil ist ein bisschen krank. Das machte den Tag beschwerlich. Ich schaffte es immerhin ein Gedicht-Video zu drehen, auch wenn ich mir dabei auf dem Wackeltier im Hof fast einen Hexenschuss holte. Selber Schuld, wenn man in meinem Alter noch ein Gedicht über einen Spielplatz verfilmen will.

Der Sohn hatte zwischendurch einen Wutanfall, weil er unbedingt zum Zahnarzt wollte. Ein paar Kekse stellten ihn ruhig. Ich weiß nicht, was ein Zahnarzt zu dieser Taktik sagen würde.

Außerdem „telefonierte“ der Sohn wieder mit einem Legostein: „Ja, hallo, wo bist du? Ich bin hier mit meinem Mama und Papa. Tschutschitschatscha…“ Den grundlegenden Verlauf von Telefongesprächen hat er also durchschaut.

Nachmittags gingen wir noch durch die Pfützen spazieren. Der Sohn schmiss Steine in die Pfützen und sagte dazu: „Du kommst rein und du kommst nicht rein.“ Er könnte also auch schon als Türsteher arbeiten.

Beim Schaukeln war ich ihm erst zu langsam und dann zu schnell beim Anschucken. „Wie soll ich denn anschucken? Langsam oder schnell?“ fragte ich. Er antwortete: „Langsam und schnell!“

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