Zu Hause – Tag 85

„Komm, lass uns Bauernhof spielen! Du bist die Kuh!“ sagte meine Sohn und zog mir die Bettdecke weg. Damit begann ein lauter Morgen voller großer und kleiner Wutanfälle inklusive eines Vorlese-Marathons, der Abends vor dem Zu Bett gehen auch noch von der Mutter fortgesetzt wurde.

Meine Frau war auch noch Laufrad fahren mit beiden Kindern, wobei nur der Sohn fuhr und die Tochter im Tragetuch steckte. Ich hatte Zeit, kurz mein Seminar für Dienstag vorzubereiten, bis alle wieder da waren und der Sohn seinen nächsten Wutanfall hatte.

Zum Glück waren wir verabredet zu einem Spaziergang mit zwei Haushalten. Wir gingen nach Schwärzloch zu Pfauen und Kühen. Und zu Fleischkäse, Wurst und Kuchen. Inzwischen ist es kein stiller Hof mehr, sondern auch wieder ein belebter Biergarten.

Der Sohn warf Steine, sah Kühe und sagte: „Die großen Kühe sind Mama und Papa.“ Außerdem aß er eine beeindruckende Portion Pommes, während seine Schwester ihren Brotkanten verzehrte und alle anstrahlte.

Kurz vor dem Abschied vom vertrauten Hof, warfen die Kinder Steine in eine Pfütze. Der Sohn setzte sich schön in den Matsch und als wir dann endgültig gehen wollten, legte er sich noch einmal vor die Pfütze, als wolle er sie austrinken. Das Waschen wird sich lohnen.

Zwei Pferde samt einem Reiter ritten auf dem Heimweg vorbei. Der Sohn sagte: „Wir haben ein Doppelpferd gesehen.“ Die letzte Station waren ein paar Sprayer, der bildende Künste der Sohn bewunderte.

Zu Hause sagte er zum Einschlafen: „Ich singe nicht. Ich piepse.“ und dann schlief er doch nicht ein, sondern stand noch einmal auf. Seine Mutter fragte ihn: „Willst du noch etwas mit Lego bauen?“ Er antwortete: „Nein, ich baue einen Bücherstapel.“ Während ich dies schreibe, schläft er immer noch nicht, aber ich drücke die Daumen, dass es demnächst klappt.

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