„Was willst du denn zum Frühstück?“ fragten wir den Sohn. „Nudeln!“ war die eindeutige Antwort. Er aß mit volle Ernst Nudeln zum Frühstück. Drei. Mehr feste Nahrung nahm er erstmal nicht zu sich. Dafür aß er Mittags eine wilde Mischung aus Keksen, Mangomus und einer Brezel zum Nachtisch. Kinder haben irgendwie einen anderen Magen als Erwachsene.

Seine Schwester zog er noch an den Haaren, was uns aber mehr ausmachte als ihr. Sie durfte Mittags auch noch Mangomus essen, nachdem der erste Versuch mit Brokkoli-Kartoffel-Brei gescheitert war. Sie aß Mangomus und schnappte sie wie immer den Löffel, um ihn nie nie mehr loszulassen, was dazu führte, das ihre Hände voller Magomus waren und später auch ich.

Die Arme bekommt aber wohl wirklich Zähne, zumindest ihrer Laune nach zu urteilen. Der Sohn ließ mich noch verschiedene Fahrzeuge für ihn malen, wobei er mir den Stift wegnahm und sagte: „Ich mach es besser.“

Später durfte ich zur Arbeit. Zum zweiten Mal schon nach der Pause durfte ich draußen Theater spielen. Wenn auch vor begrenzter Zuschauerzahl und mit einem Visier zum Singen. Mit so einem Visier fühlt man sich wie mit einem Brett vorm Kopf, nur einem aus Plastik.

Der Tontechniker starb mehrere Tode am Mischpult, aber den Leuten schien es trotzdem zu gefallen. Wir spielten auf dem Parkplatz des Theaters. Der Vorhang wehte uns manchmal in den Nacken, einmal glaubte ich, das Piepsen einer Waschmaschine aus dem Nebenhaus zu hören, aber es war trotzdem ein schöner Abend.

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