„Knuspermüsli! Ich will Knuspermüsli!“ schrie der Sohn unter Tränen, als hinge sein Leben davon ab. Also gaben wir ihm Knuspermüsli und schlagartig war alles wieder gut.

Nach dem Früstück erklärte er mir, welche Namen seine Autos haben: „Chok, Linan, Perlenauto und Mannschaftswagen.“ Das hob meine Laune beträchtlich und ich war bereit, fünfzig Bobo-Geschichten vorzulesen.

Die Tochter machte sich später über das Lego des Sohnes her, indem sie ein Stück nach dem anderen von der Unterlage abriss. Der Sohn quittierte es mit völligem Desinteresse. Zerstörung ist für Kinder normal.

Der Sohn selber erzählte noch eine Horrorgeschichte anhand seines Playmobil-Katalogs, der für ihn so was ist wie das Buch der Bücher: „Die Geistermonster essen dieses Gespenst auf.“ Und er fügte als Steigerung hinzu: „Und dieses Gemonster.“ John Carpenter wäre stolz gewesen.

Ich ging mit den Kindern noch auf den Spielplatz, während die Mutter zu Hause am Rechner schuften durfte. Der Sohn kann inzwischen fast überall hochklettern, was es manchmal spannend, aber auch entspannter macht, weil ich ihn nicht mehr überall hochhieven muss.

Wir trafen seinen Freund, der einen Bagger dabei hatte. Der Sohn fand den Bagger sehr gut, der Freund wollte ihn aber auch haben. Der Wutanfall war unausweichlich. Nachdem beide Kinder abwechselnd geschrien hatten, gingen wir nach Hause.

Beim Abendessen erfuhren wie, wie unser Sohn Bier nennt: „Schaumisaft“. Es gab noch ein Bad für beide Kinder, was die Tochter wieder mit freudigem Strampeln im Wasser begleitete. Der Sohn durfte seinen Schlafanzug anziehen und bemerkte dabei: „Ich habe lange Beine. Ein Vogel Strauß hat auch lange Beine.“

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