Zum Aufstehen sprach der Sohn heute mit einer Staubflocke: „Hallo du, na na? Wer bist du denn?“ Ich klärte ihn über die Unbelebtheit derselben auf. Der Tag war durchaus belebt. Auf eine gute Art und Weise.

Während ich frühstückte spielte die Tochter mit Bechern. Der Sohn hing im Wäschezuber und trank seine geliebte Milch. Wenig später wurde ich schon abgelöst und die Kinder durften in Begleitung zu den Pfauen und Kühen.

So konnte ich dei Kinder später freudig wieder begrüßen und ankündigen, dass wir schon gleich den nächsten Ausflug auf den Spielplatz auf dem Programm hatten.

Vorher stärkten wir uns noch. Jedes Kind mit jeweils seiner eigenen Milch. Der Sohn lag unter dem kleinen Klettergerüst für die Wohnung, hatte einen Zipfel des Tragetuchs in der Hand und telefonierte: „Ja, Herr Doktor, hallo. Bis du krank? Ja, ich bin schon krank. Schon krank. Musst du zum Doktor gehen, der gibt dir ein Pflaster. Ja, genau…“

Kurze Zeit später hatten wir dann den Spielplatz erreicht, wo der Sohn seinen neuen Freund treffen konnte. Ihr Begrüßungs- und Spielritual besteht darin, rhythmisch zu quietschen und zu hüpfen. Das geht dann eine ganze Zeit so weiter: „Ein Bagger, quietsch, quietsch, der macht was!!!“ Außerdem kletterten sie ausgiebig Stege und Stufen hinauf und hinunter.

Wir büßten wie immer die Hälfte unseres Sandelzeugs ein. Es waren auch ein paar größere Kinder da, die die große Rutsche in Beschlag genommen hatten. Ich versuchte, den Kleinen zu erklären, dass sie nicht vor der Rutsche stehen bleiben sollten, weil sie sonst die Füße der Rutschenden ins Gesicht bekommen. Die Großen hatten auch einen schönen Dialog. Einer fragte: „Wie spät ist es?“ Der andere antwortete: „Gleich.“, was als Angabe der Uhrzeit wohl ausreichend war.

Wieder zu Hause wusch ich dem Sohn das Gesicht, der aussah, als hätte er Kohle gevespert. Ich telefonierte noch kurz, was der Sohn kommentierte mit: „Ich will auch irgendwo anrufen“ und dann war auch schon wieder die Mutter da und halbwegs entspanntes Abendessen angesagt.

Nach dem Essen hatten die Tochter und ich einen Aha-Moment. Ich fand heraus, dass sie einem jetzt freudig die Zunge rausstreckt, wenn man es ihr vor macht. Wir waren gut beschäftigt und sie im Glück.

Der Sohn war von dem Doppelausflug so geplättet, dass er nach zehn Minuten einschlief. Vielleicht ziehen wir einfach dauerhaft auf den Spielplatz um.

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