„Zu den Kühen. Und den Pfauen.“ war die Antwort, als ich meinen Sohn fragte: „Wo sollen wir heute hingehen?“ Und kurze Zeit später ergänzte er noch: „Und auf den Spielplatz.“ Ich fragte mich noch, ob es für beides reichen würde, aber auf jeden Fall ging es zum Schwärzlocher Hof, den wir seit die Spielplätze wieder offen sind, etwas vernachlässigt hatten.

Dort angekommen stellten wir fest: „Der Spielplatz ist offen!“ So hatten wir heute eine unschlagbare Kombination aus Bauernhof und Spielplatz. Wir suchten die Pfauen, von denen gerade nur einer da zu sein scheint, suchten wieder die Pfauen, kletterten, schaukelten und suchten wieder die Pfauen.

Die Gastronomie hatte auch wieder geöffnet und so war es ordentlich voll. Kurz beschlich mich ein Gefühl wie: „Aber was machen denn all die Leute auf unserem Hof?“ So sehr war mir der stille Ort mit seinen Tieren ans Herz gewachsen. Jetzt werden dort, wie wir sehen konnten, schon wieder Hochzeiten gefeiert.

Man kommt sich schon etwas schäbig vor, wenn man halb verdreckt vom Spielplatz, mit Krümeln bedeckt und einem nörgelnden Kind durch so eine Hochzeitsgesellschaft navigieren muss, aber so hatte das Brautpaar vielleicht schon eine Vision von seiner Zukunft.

Der Sohn gab heute noch einige Weisheiten von sich. Mittags erklärte er mir: „Nudeln, die man gekauft hat, kann man essen.“ Beim Essen fragte er mich: „Bist du angeschnallt?“ Zwischendurch quietschte er. Ich fragte ihn, was hast du gesagt?“ Er quietschte und sagte: „Das hab ich gesagt.“

Auf die Frage: „Und, was hast du heute so gemacht?“ antwortete er: „Ich habe ein Schwätzchen gehalten.“ Gegen Abend durfte er dann noch mit Gemüse aus Holz spielen, das seine Mutter ihm mitgebracht hatte. Wir spielten fortan das, was wir beim Improtheater als schlechte Routine bezeichnen würden, aber wir taten es mit Begeisterung. Das klang dann so:

„Hallo, ich möchte bitte eine Karotte!“

„Ja, hier! Sonst noch etwas?“

„Ja! Noch eine Gurke!“

„Super! Was noch?“

„Ein Radieschen!“

„Okay! Was noch?“

„Kräuter!“

„Hier! Mehr habe ich leider nicht.“

„Kein Problem, Sie können mein Gemüse haben!“

„Gut, dann hätte ich gerne eine Tomate.

„Jawohl! Was noch?“

Und so ging das dann noch eine Weile weiter…

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