Zu Hause – Tag 62

Wir haben definitv ein Milch-Problem. Der Sohn ist abhängig von dem Zeug. Dialoge wie dieser sind inzwischen völlig normal: Sohn: „Ich will eine Milch!“ Vater: „Nein.“ Sohn: „Doch.“ Vater: „Nein.“Sohn: „Du musst das aber machen!“ Vater: „Nein.“ Sohn (überlegt) „Ich muss das aber machen!“ Vater: „Nein.“ Sohn: „Doch!“ Vater: „Warum?“ Sohn (überlegt und bringt dann sein Totschlagargument) „Du musst!“ Und irgendwann gibt man dann halt nach. Vielleicht bringt dem Sohn die Hartnäckigkeit ja später im Leben was.

Die Tochter hielt mir dafür heute Vorträge über ihren Schnuller. Ich hatte einen halben Tag die Kinder und sie machten ausgiebig Gebrauch von meiner noch so halb vorhandenen Nervenstärke. Der Sohn machte mit Puzzles und bestand darauf, die Teile von zweien zu vermischen. Es verlängert den Spielspaß, wenn man vor dem Puzzlen noch Teile auseinander sortieren muss.

Später rannte der Sohn einfach durch die Wohnung und rief: „‚Nein, nein!‘ sagt der Brüllaffe!!“ Zum Glück kam die Mutter nach Hause, wenn auch nur, um die Tochter zum Impfen mitzunehmen. Eine Stunde später war ich dann auch halb erlöst, weil noch Betreuung für den Sohn vorbeikam. Ich konnte endlich arbeiten und zur Abwechslung an Präsentationssoftware verzweifeln. Und so verrückte lang nicht erlebte Sachen machen wie Emails beantworten. Der Kulturbetrieb erwacht wieder zu einem halben Leben.

Außerdem lud ich mir noch ein paar neue Tai-Chi-Videos herunter. Das fühlt sich immer ein bisschen so an, als hätte man schon durch den Akt des Herunterladens Sport gemacht. Meine Frau brachte später auch noch Kuchen mit, das tröstete dann über die schlechter werdende Laune der geimpften Tochter hinweg.

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