„Wir kommen gleich nach Hause.“ so meine Frau im Warnanruf, der mir bedeutete, dass ich das Essen schon mal fertig machen kann, damit alle nachher einen möglichst schnellen Weg ins Bett finden. Zehn Minuten später klingelte es, weil meine Frau vor lauter Kindern ihren Schlüssel nicht mehr fand. Und dann waren wir auch schon wieder alle vereint, als „Riesengruppe“ wie unser Sohn treffend sagte.

Der Ausflug, der mir etwas Ruhe verschaffte, war spektakulär. Sie hatten eine Kita-Erzieherin auf dem Spielplatz getroffen. Wenn man schon nicht in die Kita kann, kommt man eben so zueinander Wenn es wärmer wird, könnte man den Kita-Betrieb ja auch einfach auf die Spielplätze verlagern – oder auf ein freies Fußballfeld.

Außerdem wurde noch eine Hose gekauft. Und zwar nicht irgendeine, sondern „eine mit Bergen drauf.“ Der Sohn war von seiner Auswahl selber beeindruckt. Die Schwester musste noch ein bisschen schlafen, um sich von der ganzen Action zu erholen. Dreißig Sekunden nach der Ankunft zu Hause hatte der Sohn sie auch schon wieder geweckt.

Er ließ sich von ihrem Geschrei nicht beeindrucken und rannte durch die Wohnung. Mit einem Latz vorm Mund, den er selber stolz als „Mundschutz“ bezeichnete. Ohne lange Kochzeit konnten wir also gleich zum Essen schreiten, wobei der Sohn eher getragen werden musste. Beim Essen unterhielt er mit einer Geschichte über die Fabrik am Wald. Auf die Frage: „Und was wird in der Fabrik gebaut.“ hatte er eine gute Antwort: „Eine Baustelle.“

Zum Nachtisch ließ er einen kleinen Bagger, oder „Rennradlader“ über den Tisch fahren, versteckte sich unterm Tisch, was seine Schwester zu begeisterten Schreien brachte und schleuderte schließlich seine Kuscheltierbiene in den Rote-Beete-Salat.

Uns war inzwischen alles egal, wir ergötzten uns daran, der Tochter dabei zuzuschauen, wie sie begeistert dem Sohn zuschaut und er verriet uns auch seinen neuen Spitznamen für sie: „Schätzle.“

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