·

, , ,

·

2–3 Minuten

„Moment, ich spiele gleich mit dir. Ich muss nur kurz warten, bis deine Schwester gerülpst hat.“ sagte ich heute zu meinem Sohn. Er schaute mich an, rülpste und sagte: „Ich hab für sie gerülpst.“ Er ist wirklich ein fürsorglicher großer Bruder. Zum Glück rülpste die Schwester dann auch noch und wir konnten endlich ein Pixie-Buch anschauen.

Es war ein Pixie-Buch über den Bauernhof, in dem jedes Tier auch seiner Art zugeordnet wird. Da steht dann: Ich bin eine Kuh und gehöre zur Klasse der Säugetiere. Besonders schön fand ich, dass die Bäuerin auch zur Klasse der Säugetiere gezählt wurde. Das Buch war auf jeden Fall eine gute Vorbereitung für den obligatorischen Ausflug.

Vorher aber mussten wir zusammen noch einen Wutanfall des Sohnes durchstehen. Zusammen sage ich, weil wir glaube ich alle drei: Tochter, Sohn und Vater in verschiedenen Tonlagen geschrien haben und das zur Hälfte im Treppenhaus. Die Nachbarn hatten sicher gute Unterhaltung. Der Sohn wollte unbedingt Mittagsschlaf machen, was für ihn heißt, dass er im dunklen Schlafzimmer eine Milch trinkt, ohne zu schlafen.

Ich verfrachtete ihn mit seinem Kissen und einer Milch in den Kinderwagen und so konnten wir das Haus verlassen. Unser Weg führte uns wie immer zu den Kühen, die wir mit Gras fütterten. Da ich so etwas wie der Hauptfütterer war, bekam auch ich den Stromschlag, als ich den Zaun streifte. Für meinen Sohn war es eine Sensation. „Du hast einen Stromschlag bekommen!“ sagte er mit leuchtenden Augen.

Ich fand mich damit ab und wir sagten den Kühen Adieu. Soll heißen: Mein Sohn sagte: „Tschüss Kühe. Ihr esst ganz toll!“ So ein Kompliment bekommen sie sicher nicht von jedem. Zwei Schritte weiter wartete meine Sensation: Wir fanden tatsächlich den Schnulli der Tochter wieder, den wir vor zwei Wochen auf dem Hof verloren hatten. Wenn sie ihn jetzt noch benutzt, ist sie sicher gegen alles immun.

Auf dem Heimweg bemerkten wir, dass die Züge wieder öfter fahren. Wir warteten an einem geschlossenen Bahnübergang. Als der Zug vorbeifuhr, sah mein Sohn ihm ehrfurchtsvoll nach und hauchte: „Regionalbahn.“ Steht auch in einem seiner Pixie-Bücher.

Als die Mutter wieder zu Hause war und wir alle den Tag irgendwie hinter uns hatten, gab der Sohn noch eine Aufführung. Er rannte mit Mamas Schal übergeworfen durch die Gegend. Als sie ihn fragte, was er sei, gab er die einzig mögliche Antwort: „Ein Rapatapupubl“.

Related Articles

All articles

  • Kunst Lange Zeit war es ein bisschen still hier. Zeit, mal wieder eine neue Serie zu starten. Ich habe mir überlegt, alles ein bisschen mehr miteinander zu verknüpfen: Die Kinder, die Kunst und alles, was ich sonst noch so mache. Für Fans der alten Beiträge aus der Rubrik „Zu Hause“ soll es auch weiterhin etwas… Read

    , ,

    ·

  • Ich kam wirklich sehr lange nicht zum Schreiben, was auch seine Gründe hatte. Und mit einem Krankenhausaufenthalt. Aber beginnen wir am Anfang. Ich weiß gar nicht mehr, wann der große Sohn krank wurde. Ich schrieb ja schon von Notfallmedikamenten und so. Auf jeden Fall, wurde r, nachdem er gerade wieder gesund war, wieder krank. Die… Read

    , , ,

    ·

  • Das waren etwas dramatische Tage. Der große Sohn hatte mehrere Asthma- und oder Pseudokrupp-Anfälle vor dem Wochenende. Wir haben alle Register gezogen, was die Notfallmedikamente anging, waren kurz davor, ins Krankenhaus zu fahren. Ich habe Nachts jede Stunde die Sauerstoffsättigung gemessen. Jetzt ist zum Glück alles wieder ok. Dafür bin ich jetzt erkältet. Gerade werden… Read

    , , ,

    ·

Get updates

← Zurück

Vielen Dank für deine Antwort. ✨

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Entdecke mehr von Harry Kienzler

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen