Zu Hause – Tag 49

„Stehen sie für den dm an oder für Telefon?“ „Für dm.“ „Sind Sie der letzte in der Post-Schlange?“ „Nein, das ist die Bäcker-Schlange, die Post-Schlange ist da drüben.“ „Hey, die Schlange fängt hier hinten an!“ „Ja, ist ja gut, man kann es auch übertreiben mit dem Abstand!“ Satzfetzen wie diese klangen durch die Innenstadt, als wir heute beim Einkaufen waren. Ich bin immer noch nicht routiniert im Schutzmaske anziehen.

Wieder zu Hause hatten wir ein bisschen Abwechslung. Der Sohn wurde heute anderweitig betreut auf dem Weg zu den Pfauen. Er beeindruckte seine Begleitung mit der Erklärung, dass das da am Auto ein „Kotflügel“ sei. Nicht jedes Kind kann Wörter wie „Kotflügel“. Es guckt aber auch nicht jedes Kind mit solcher Ausdauer Filme über Autos, Laster und Traktoren, glaube ich.

Die Pfauen traf er auch ohne mich wieder, aber ich bin stolz dass der Sohn feststellte: „Die Pfauen machen nur bei Papa ein Rad.“ Das stimmt. Bei jeder anderen Begleitung laufen die Pfauen nur rum, wenn ich dabei bin machen sie ein Rad nach dem anderen. Weiß nicht, was das jetzt über die Pfauen und mich aussagt.

In Abwesenheit mit der Tochter hatte ich endlich mal wieder Gelegenheit zu singen. „Summertime“ oder sagen wir mal, meine Version davon. Gesangsübungen, Blues. Die Kleine bekommt eine schöne musikalische Ausbildung. Zumindest schläft sie zuverlässig dabei ein.

Der Sohn robbte beim Schlafen gehen in seinem Schlafsack noch eine halbe Stunde durch die Wohnung und quittierte Einmischungsversuche mit den Worten: „Lass mich in Ruhe. Ich will schlafen.“ Er hat es einfach nicht so mit dem normalen Schlaf in einem Bett. Vielleicht hängt er sich bald Tags kopfüber irgendwohin und wird nachtaktiv.

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