Ein weiterer Tag beginnt mit der Weisheit des Zweijährigen. Er kennt seine Möglichkeiten. Wir fragen: „Kannst du überlegen, was du frühstücken willst?“ „Nein, ich kann nicht überlegen.“ Warum sollte unser Sohn auch überlegen können? Das kommt noch früh genug.

Für mich ging der Tag zunächst entspannt weiter. Meine Frau war mit den Kindern auf dem Balkon. Ich konnte in bisschen Tai Chi machen. Als ich zwischendurch mal rauskam, sagte meine Frau nur: „Wir sind ganz zufrieden hier.“ und mein Sohn übersetzte es noch mal für mich: „Wieder rein gehen, Papa!“ Da sagte ich nicht nein.

Heute war ich dran mit dem langen Spaziergang mit den Kindern und hatte auch dabei eine Erkenntnis: Wenn du glaubst, du könntest den Spaziergang kurzweiliger gestalten, indem du die Route variierst – vergiss es. Nachdem wir erst ein paar von mir originell ausgedachte extra Runden zu diversen Baggern gedreht hatten, mussten wir dann doch wieder zu den Hasen, Pfauen und Kühen nach Schwärzloch. Oder um meinen Sohn zu zitieren: „Wir müssen doch zu den Pfauen! Wir müssen doch gucken, wie’s denen geht!“

Abends haben wir den Sohn noch gefragt, wie er es findet, eine Schwester zu haben. Klare Antwort: „Nicht so toll.“ Auch mehrmalige Nachfragen ergaben immer das selbe: „Nein, nicht toll…Schlecht…nicht gut…“ Aber er hatte dabei ein Lächeln auf den Lippen. Und sagte dann zu ihr: „Mimomamomumo, Schwesterle!“ Danach schrie er noch ein bisschen für sie. Und er hat Recht. Je lauter er schreit, desto mehr strahlt sie ihn an, mit einem Blick der sagt: Was habe ich doch für einen tollen lauten großen Bruder. Wir werden zusammen noch viel Spaß haben mit diesen lärmempfindlichen Eltern.

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