Zu Hause – Tag 34

Mein Sohn macht mal wieder ein Puzzle. „Helfen! Du musst helfen!“ sagt er. Ich frage: „Wieso? Was klappt denn nicht. Ernster Blick seinerseits: „Das Helfen klappt nicht.“ Ist aber auch etwas demotivierend, wenn man ihm dann doch hilft und er, sobald man ihm soweit geholfen hat, dass er das Puzzle alleine zu Ende machen kann, sagt: „Du weg! Du darfst nicht! Ich!“

Seine Schwester entdeckte dafür heute unseren Vorhang. Es versöhnt einen für vieles, wenn man sieht wie die kleine den super modernen Stoff, der ein bisschen aussieht wie ein Fischernetz aus Papier, mit Genuss durchkaut und sich langsam darin verfängt. In ein zwei Wochen ist sie stark genug, um ihn runter zu reißen.

Wir haben es geschafft, die Wohnung sauber zu machen. Ich habe gehört bei den Singles, die gerade alleine in der Wohnung sitzen ist das so ein super Ritual, um den Tag zu strukturieren. Bei uns ist es eher so eine Art Expedition in der eigenen Wohnung, an der alle, egal welchen Alters beteiligt werden müssen, damit man irgendwie damit fertig wird. Mein Sohn durfte wieder sein Zimmer saugen. Natürlich nachdem ich es gesaugt hatte.

Zur Belohnung gab es heute Abend Sushi, das uns eine gute Seele geschenkt hatte. Mein Sohn hat seine Portion spontan und sehr schwäbisch „Päckle“ genannt. „Des sind so Päckle. Mit Fisch.“ War auch sehr nett, dass er seinen eigenen Sushi-Teller bekommen hat, samt Panda-Bär-Sushi.

Vorher musste ich mit ihm noch zur Baustelle um die Ecke. Das hatte ich ihm schon gestern versprochen. Jetzt gab es keine Ausreden mehr. Auf dem Bagger auf der Baustelle thronte ein Geschenk für den Baggerfahrer. Ich tippe auf eine Kühlbox mit Bier. Mein Sohn war sich aber sicher zu wissen, was da drin war für den Baggerfahrer „Ein Schokohase.“

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