Zu Hause – Tag 33

„Hier kommt das Mondauto!“ – so ungefähr starteten wir in den Tag. Ich hatte von bedrohlichen Harpyen geträumt und Wespen, die meine Füße angreifen im Bauch eines verwinkelten Schiffes. Das Mondauto war dagegen recht harmlos.

Nach einem schnellen Frühstück und einem Videodreh war ich mit den Kindern allein und durfte mit dem Sohn angeln: Barsche und „Fisch mit Panade“. Panade findet er super. Kulinarisch ging es weiter. Mein Sohn zwingt mich immer, mit ihm Obst zu essen. Da der heutige Apfel rech sauer war, durfte ich den größten Teil davon verspeisen.

Auch seine Schwester wurde reich beschenkt. Er überhäufte sie buchstäblich mit seinem Spielzeug, bis ich sie wieder freigraben musste. Ich glaube, sie wünscht sich auch manchmal, dass er bald wieder in die Kita geht.

Mein Sohn kann sich inzwischen auch selber ganz gut abgrenzen. Heute hat er das mehrfach demonstriert mit dem Satz: „Lass mich in Ruhe!“ Nicht ohne zwei Sekunden später zu rufen: „Kannst du mir helfen? Das Puzzle ist echt schwierig!“

Manchmal dirigiert er mich auch durch die Wohnung. „Geh weg! Dahin!“ Ich laufe in den Flur. Nachdem ich hinter einer Ecke verschwunden bin und wieder auftauche, fragt er: „Hast du gewartet?“ „Ja, ich habe gewartet.“ „Toll, ich will auch warten!“ Er rennt in den Flur, kommt zurück und sagt: „Da muss man warten. Da sind ja auch Autos.“

Der Sohn denkt sich auch immer neue Namen für alles aus. Zum Beispiel für seinen neuen Hund. Er hat ein neues Kuscheltier. Heute morgen fragte ich ihn: „Wie heißt der Hund denn?“ „Blacky!“. Beim Abendessen fragte meine Frau: „Wie heißt der Hund? Betty?“ Mein Sohn: „Nein, Betty heißen die Ohren. Der Hund heißt Blacky.“ nicht ohne hinterherzuschicken: „Und das Gesicht heißt Bobri.“ Auch mal eine Idee, sich so vorzustellen: „Hallo, ich heiße Harry und das hier ist meine Nase, die heißt Günther.“

Beim Nachtisch dann noch ein schönes Paradoxon. Es gab Eis. Es war naturgemäß kalt. Mein Sohn sagte. „Ich will warmes Eis.“ „Das geht nicht, Eis, ist immer kalt.“ „Ich will aber warmes Eis, los, mach es warm!“ So ging es dann noch ein bisschen hin und her und irgendwann mit einer „lauwarmen“ Milch ins Bett.

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