Habe gerade meine Tochter zu beruhigen versucht. Ich habe gesungen. Für einen kurzen Moment hat es funktioniert. Man probiert dann ja immer, wieder genau die Tonlage zu finden, die passt und das Geschrei beendet. Wenn ich sie herumtrage, suche ich manchmal sogar die richtige Stelle in der Wohnung, die funktionieren könnte. Ganz hinten im Flur ist der Favorit. Und neben der Arbeitsplatte in der Küche hört es auch oft kurz auf.

Ein zusätzliches Problem für meine Tochter ist, dass sie eine so spektakuläre Art hat, sich aufzuregen, dass es schon wieder lustig ist. Ich muss also auch oft lachen, wenn sie schreit und das macht die Sache nicht besser. Ich bin sehr gespannt, wie das wird, wenn sie älter ist.

Mein Sohn hat mir heute erklärt, wie die Fische auf seinem Puzzle heißen: „Das ist der Waasoo-Fisch, das sind die Schimmlis und das.. ist ein Barsch.“ Immer wieder überraschend, was er alles weiß. Ich habe von Fischen keine Ahnung. Es könnte also aus meiner Sicht alles stimmen. Weitere schöne Fischarten: „Pixel-Fische“ – da macht sich wohl die digitale Umwelt bemerkbar, „Lepra-Fische“ – ich glaube, damit waren Zebrafische gemeint und natürlich der gemeine „Lupei“.

Beim Essen noch eine schöner Dialog:

„Mach bitte den Mund zu beim Essen.“

„Aber ich mach doch den Mund zu Papa!“

„Nein, machst du nicht, so sieht man immer das Essen in deinem Mund.“

„Aber..ich mach doch den Mund zu. Guck…Jetzt…Mach…ich…den Mund…zu.“

„Ja, ich meinte, nachdem du gekaut hast….“

Tagsüber waren wir noch am See und mein Sohn hat jedes Mal einen Luftsprung gemacht, wen die Haubentaucher tauchten. Leider hat er es noch nicht so mit Geografie, deshalb gab es ein kleines Drama, als er feststellte, dass nach dem langen langen Heimweg nicht etwa noch mal der See auftaucht, sondern nur unser Haus.

Aber das war auch schnell wieder vergessen. Nach einer halben Stunde. Er hatte aber auch einen anstrengenden Tag. Heute morgen hat er mir erklärt, warum er wie wild einen Ball durch die Wohnung werfen muss: „Ich bin eine Wurf-Ente.“

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