Zu Hause – Tag 15

Verrückter Morgen. Der Sohn will nur eine Milch trinken, was ich ja gut finde und ist dann erstmal aktiv. Bis ziemlich genau nach unserem Frühstück. Es ist aber auch unterhaltsam ihm zuzuhören, wenn er mit zwei Metallklammern in der Hand zwei Hexen spielt, die sich gegenseitig anschreien.

Anschreien hat er auch seiner kleinen Schwester beigebracht. Er ist der Überzeugung, es wäre das Größte für sie, wenn er sehr laut „Kikeriki!“ ruft. Er könnte recht haben. Zumindest lacht die Kleine sich immer kaputt, während uns das Trommelfell platzt. Die Kleine macht sowieso sehr gerne Geräusche. Sie quietscht immer lauter und hat auch so eine Art Geheul entwickelt, das kein echtes Weinen ist, aber trotzdem schlechte Laune ausdrücken soll. Seit sie mir bei meinen Gesangsübungen zugehört hat, ist es noch schlimmer geworden. Ich sehe sie schon als Sängerin einer Death-Metal-Band.

Nachmittags dann ein lustiges Spiel. Mein Sohn und ich schieben Karten unter der Tischstütze durch. Ich habe mir das Spiel nicht ausgedacht. Es ist sehr wichtig, dass jede Karte einzeln unter der Tischstütze durchgeschoben wird, bis man den Vorgang von der anderen Seite wiederholen kann. Mein Sohn kommentiert es mit Gemurmel wie: „Ja, das gehört dahin, das ist der Schalter, hier muss der Bauer hin…“ Ich frage ihn also: „Und was machen wir hier genau?“ und erwarte eine Antwort wie: „Wir tauschen Bodenproben auf der internationalen Raumstation aus.“ Mein Sohn sagt: „Wir schieben Karten da durch.“

Abends gibt es Pfannkuchen. Damit kann man doch allen immer eine Freude machen. Mein Sohn findet die Pfannkuchen auch super. Wenn man Zimt und Zucker drauf macht, kann man den super wieder davon ablecken. Ein Tag voller Entdeckungen also.

Und ich bin endlich mal wieder aufgetreten. Bei der Reimpatrouille Corona. Schön war’s. Kann man sich immer noch anschauen.

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