Gute Vorsätze

Zeit, meinen guten Vorsatz fürs neue Jahr einzulösen: Mehr auf dieser Seite schreiben. Lange Zeit habe ich die Seite hier nur genutzt, um Veranstaltungen etc, anzukündigen, aber früher war das hier mal ein echtes Blog. Und ich finde, es ist Zeit, das Ganze wieder aufleben zu lassen.
Nur dass ich nicht vorhabe, wieder Kategorien einzuführen wie „Dialoge mit Außerirdischen“ auch wenn das durchaus seinen Reiz hätte. Ich dachte, neben dem wirklich geheimen Tagebuch, das gerade in Papierform vor mir auf meinem Schreibtisch liegt, könnte ich ja auch ein offizielles hier führen. Keine Ahnung, ob das jemand interessiert, aber seien wir ehrlich: Das Internet ist voll von potenziell uninteressanten Dingen auf eins mehr oder weniger kommt es da auch nicht an.
Die Zeit zwischen den Jahren verbringe ich immer damit, neue Projekte zu erdenken, die ich dann wieder verwerfen kann. Wie zum Beispiel einen Jugendroman über Philosophie. Ich habe mir ein paar Hauptfiguren ausgedacht. Dann hatte ich doch wieder mehr Lust, Vierzeiler zu schreiben. Ich weiß nicht, ob das an den Figuren lag oder daran, dass die Vierzeiler viel lustiger waren, als die Gedanken von Philosophen in der Pubertät, vielleicht auch einfach am Arbeitsaufwand…
In einem Dialog mit Außerirdischen hätte das sicher so ausgesehen:
– Warum schreibt ihr Romane?
– Na ja, es ist toll, so was zu lesen.
– Ja, aber dank der Technik wäre es doch problemlos möglich irgendeinen Dostojewski-Roman zu nehmen, ein Sprachprogramm die Namen, den Stil, den Schauplatz und die Handlung austauschen zu lassen und schon hätte man tausende neue Romane, die die selbe Qualität hätten, nur dass „Schuld und Sühne“ dann nicht mehr die Geschichte eines Mörders mit Gewissensbissen wäre, sondern die Geschichte eines Cowboys mit Asthma.
– Hmm, ja schon, aber der Roma wäre dann von einem Programm geschrieben, beziehungsweise einer Ableitung von Dostojewski.
– Na und?
– Es gäbe keinen Personenkult um den Autor, niemand könnte sich selber freuen, dass er dieses Buch geschrieben hat, niemand ihn fragen, wie er auf die Idee für das Buch gekommen ist…
– Ok, das bedeutet, wenn wir ein solches Programm schon hätten, bräuchten wir noch einen Autor, den wir hypnotisieren, bis er sich einbildet das Buch geschrieben zu haben, dann könnte das Ganze funktionieren.
– Ja, das stimmt.
– Dann bräuchten wir nur noch einen Autor.
– Ich wäre verfügbar.
Soweit meine Gedanken Nachts um kurz nach eins. Ein guter Anfang für ein neues Jahr.

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