Die Weihnachtstage über kam ich nicht zum Schreiben. Vor allem weil unsere private Epidemie kein Ende findet. Am 24. fuhren die beiden Söhne die Mutter und ich zu den Großeltern, wo die Tochter uns schon erwartete. Sie war wohl die ganze Zeit sehr lieb gewesen, aber als sie uns sah, brach so einiges an Emotion aus ihr heraus.

Der große Sohn war immer noch krank und hatte eine etwas bedenkliche Gesichtsfarbe. Gemessen daran war der Abend trotzdem sehr schön mit Weihnachtsliedern, gutem Essen und ausgiebiger Bescherung. Wir gingen nur sehr früh ins Bett.

Die nächsten zwei Tage spielte ich Theatersport in Tübingen, räumte unsere Wohnung auf und hatte ein bisschen Zeit. Zwischendurch erreichten mich die News zum Krankenstand. Die Vorstellungen waren sehr gut und ausverkauft. Mein persönliches Highlight war, im Stile von Rammstein Schlagzeug zu spielen.

Am 27. kamen meine Mutter und mein Bruder samt Familie zu Besuch. Sie statteten den Pferden noch einen Besuch ab. Wir trafen uns alle bei uns zu Hause. Der Schweizer Cousin der Kinder freute sich natürlich, sie mal wieder zu sehen und sang uns gleich sein Lieblingsweihnachtslied vor: „Feliz Navidad!“

Alle Kinder kneteten fleißig mit dem neuen Knete-Pizzaofen und der Sohn machte das, was man mit so einem Pizzaofen am liebsten macht: Sushi.

Es waren zwei sehr schöne Abende. Meine Mutter und ich machten die Gnocchi fertig, die meine Mutter vorbereitet hatte.

Heute schliefen wir lange aus. Ich dachte: Die Kinder sind einigermaßen fit, tun wir doch etwas ganz Normales und gehen einfach auf den Spielplatz. Dort trafen wir noch den besten Kindergartenfreund des Sohnes. Es war ganz lustig, bis die Kinder relativ schnell wieder müde wurden und wieder in ihren Wagen stiegen und die Tochter sich übergab. Das war es also mit der Illusion von Gesundheit.

Immerhin lief dann zu Hause alles ganz gut. Nur die Tochter war natürlich nicht ganz so gut drauf. Dazu kommt auch noch, dass gestern die Schnullerfee da war und all ihre Schnullis mitgenommen hat. Das allerdings hat sie akzeptiert und erzählt jetzt voller Stolz, wie groß sie schon ist.

Abends checkte die Mutter noch unsere Vorräte in Sachen Silvester und sagte: „Wir haben keinen Wein mehr, nur noch Schnaps und Sekt.“ Die Tochter informierte mich sofort und sagte: „Papa, wir haben nur noch Schnapp und Insekt.“

Immerhin gingen alle heute sehr früh schlafen.

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