Ein paar Forscher haben ein Neandertalermesser neben einem Atomkraftwerk gefunden. Der Fall scheint klar: Ein Neandertaler hatte vor langer langer Zeit keine Lust mehr auf Gewalt und meinte: Fortan will ich mich nicht mehr dieser bösen Waffe bedienen, indem er laut und deutlich ein verächtliches Grunzen ausstieß. Er ließ sein Messer liegen und ärgerte sich schon kurz später fürchterlich, weil er gerade dem ersten Tauschmarkt der Welt über den Weg lief und sein Messer hier gegen ein paar Superfeuersteine mit Zündungsgarantie und verkürzter Schlagdauer hätte eintauschen können, aber da war es schon zu spät. Jahrtausende später baute dann jemand, der eben Spaß an so etwas hatte, ein Atomkraftwerk nicht weit von der Stelle, an der unser Neandertaler sein Messer verloren hatte.

Soweit die Theorie. Ich glaube nicht daran. das ist doch viel zu naheliegend. Folgendes Szenario ist doch viel wahrscheinlicher:

Neandertaler Huhu spazierte eines Tages so durch die Steppe, (mehr …)

Horst Schimmelpfennig saß auf einer Parkbank und versuchte, sich zu entspannen. Lange Zeit war er auf der Suche gewesen, nach einem Weg, der ihn wegführte vom alltäglichen Stress, der ihn selbst in seine Träume hinein verfolgte, wenn er es tatsächlich einmal schaffte einzuschlafen.

Er hatte schon alles Mögliche versucht. Zunächst war er aufs Laufen gekommen, aber nach der Attacke eines freilaufenden Kampfhunds, dessen Besitzer noch gerufen hatte: „Keine Angst, der übt nur für den Ernstfall, er geht nicht auf lebenswichtige Organe!“ ließ er das wieder bleiben. So hatte sich Horst dann stundenlang Entspannungsmusik reingezogen, bis er auch ohne eine CD laufen zu lassen, permanent ein Rauschen im Ohr hatte, das sich leider mit der Zeit zu einem penetranten Piepsen auswuchs und ihm nur noch mehr Leid brachte.  Nachdem er im Yoga-Tempel Hausverbot hatte aus Gründen auf die wir hier nicht näher eingehen wollen, war er schließlich auf der Parkbank gelandet.

Nun saß, er hier und genoss die Stille. Endlich hatte er einen Weg gefunden, sich zu entspannen, ohne selber dabei seltsamen Verrichtungen folgen zu müssen. Es herrschte tatsächlich absolute Stille. Nichts belastete mehr die Nerven des vormals vom Stress so Gebeutelten. Kein Auto fuhr vorbei. Niemand renovierte seine Wohnung. Kein Kind bekam Zähne. Keine Rentner unterhielten sich auf anderen Bänken. Kein Vogel sang. Kein Fahrrad fuhr vorbei. Keine Blätter rauschten im Wind.

„Atombomben sind was Tolles“, dachte Horst, lehnte sich zurück und strahlte.

Ole von Beust sitzt in seinem Büro und saugt an seiner Siegerzigarre. Mag sein, dass er die absolute Mehrheit verloren hat, aber er wird weiter regieren, und zwar mit den Grünen.

Der Gefreite Gerstensemmel steht bewegungslos in der Landschaft. Während seine Kameraden mit Gewehr im Anschlag über den Boden robben, gibt er sich einer völlig neuen Erkenntnis hin: Er hat eigentlich gar keine Lust dazu, auf jemanden zu schießen.

Bushido stapft durch Berlins dreckige Straßen. Es ist ein wenig mühsam, weil er es nicht mehr gewohnt ist, zu Fuß zu gehen und ein bisschen Angst hat er auch, weil überall so finstere Gestalten durch die Gegend ziehen, bei denen es sich vielleicht um echte Gangster handelt, die nicht nur darüber rappen, Leute zu verprügeln, sondern es wirklich machen.

Ole von beust versucht sich den Grünen anzunähern. Nachdem er ein bisschen, versucht hat zu stricken und seinen Mitarbeitern gesagt hat, sie dürften ab jetzt babsidemokratisch darüber abstimmen, wer die Kaffeekasse verwaltet, wobei natürlich klar ist, dass man jetzt nur noch Fair-Trade-Kaffee kauft, versucht er jetzt verzweifelt einen Joint zu bauen. Entnervt bittet er einen Praktikanten, ihm zu helfen. (mehr …)