Banker in den Arm nehmen. Ihnen eine Hälfte vom Käsebrötchen schenken. Mal eine lockere Bemerkung zur Aufheiterung machen: „Ach komm, halb so wild, Pech im Spiel – Glück in der Liebe! Lädst du dein Date halt auf ne Flaschensammeltour ein.“

Mehr Verantwortung übernehmen. Einfach bei jeder persönlichen Pleite eine kleine Pressekonferenz einberufen und dann verkünden, dass man die volle verantwortung übernimmt. Mal schauen, was meine Bank dazu sagt. Vielleicht hilft mir auch die Regierung.

Mehr Süßigkeiten essen. Je fetter wir werden, desto mehr müssen wir für irgendwelche Hilfsmittel wie Hometrainer, Diätkram, Hebebühnen und eben Süßigkeiten ausgeben. Das kurbelt die Wirstchaft an und rettet uns alle vor der Rezession. Die Alternative wäre einen Krieg anzufangen, aber wer will das schon? (Oh je, da fallen mir eine Menge Leute ein…)

Viel netter zu allen sein. Auch den Callcenterleuten mal sagen: „Ich danke Ihnen für Ihr beeindruckendes Engagement, mich über den Tisch zu ziehen! Ich hätte nie gedacht, dass eine so unbedeutende Person wie ich, so viel kriminellen Einsatz verdient!“

Nicht mehr betrunken Auto fahren. (Wie letztes Jahr schon mein Sicherheitsvorsatz, den ich auf jeden Fall erfülle, hab ja keinen Führerschein.)

Der dritten Welt beim Aufstieg helfen. Das schaffen wir nächstes jahr vielleicht wirklich. Wenn wir so richtig schön in die Rezession schlittern, steigt der Status der ärmeren Länder ja automatisch. (Oder es wird auch da alles schlimmer, aber man wird ja wohl noch träumen dürfen.)

Gesünder essen. Vielleicht hilft es ja, wenn ich einfach die Pfanne nicht mehr benutze, bei der sich die Beschichtung immer ein bisschen im Essen auflöst.

Mehr Sport machen. Ich habe letztes Jahr viel zu wenig Fußball geguckt.

Persönlichen Nutzen aus dem Niedergang der Welt ziehen. Für einen Zyniker wie mich dürfte das gar nicht so schwer sein.

Einen Baum pflanzen, ein Kind zeugen, ein Haus bauen – und zwar genau in dieser Reihenfolge, denn wer in unseren modernen Zeiten einen Baum pflanzen kann, der kriegt sicher auch alles andere auf die Reihe.

Im weißen Haus anrufen und sich als der neue Präsidentenberater vorstellen. Den Job kriegt man bestimmt, müssen die jetzigen Berater auch so bekommen haben. Anders kann ich mir die meisten Aktionen dort nicht erklären.

Nicht mehr so viel jammern. Entweder richtig ausflippen oder sich still in sein Schicksal fügen.

Mal wieder das Zimmer aufräumen. Nach fünf Jahre wirds mal wieder Zeit. (mehr …)